Armee
Im Video: Hier landen die beiden F-35A-Kampfjets und rollen über die Piste in Emmen

Auf dem Militärflugplatz Emmen werden das neue Kampfflugzeug und das neue Luftverteidigungssystem der Armee vorgestellt. Am Freitag landeten die beiden F-35A in Emmen.

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Am Freitagmittag herrschte helle Aufregung am Militärflugplatz Emmen: Zwei Maschinen des Typs F-35A – der designierte neue Kampfjet der Schweizer Armee – ist gelandet. Die beiden Flugzeuge zogen Hunderte Planespotter an. Wir waren vor Ort bei der Landung dabei. Wer selbst keines der 500 Gratistickets in der «Spotterzone» ergattern konnte, für den haben wir hier das Ereignis in Video, Bild und Liveticker zusammengefasst.

Das Video

Der Anflug, die Landung und das Defilee vor den Zuschauern.

Video: David von Moos (Emmen, 18. März 2022)

Die Bilder

Da kommt er angeflogen, der neue Kampfjet der Schweizer Armee.
14 Bilder
Das erste F-35A Kampfflugzeug setzt zur Landung auf dem Militärflugplatz Emmen auf.
Und der Zweite folgt sogleich.
Der F-35 A ist sicher auf dem Militärflugplatz in Emmen gelandet.
Der F-35 A drehte noch ein paar Runden für die Spotter.
Ein Pilot im F-35A.
Bei der Landung des F-35 A klickten die Auslöser der Spotter unaufhörlich.
Spotter fotografieren einen der beiden Kampfjets.
Ein Planespotter am Pistenrand.
Ein Militärfahrzeug weist den beiden gelandeten Kampfjets den Weg.
Hunderte Planespotter am Pistenrand verfolgen die Landung des F-35A in Emmen.
Die Armasuisse hat ein Zelt aufgestellt.
Auch ein PC-21 rollt an den Spottern vorbei.
... und ein F/A-18.

Da kommt er angeflogen, der neue Kampfjet der Schweizer Armee.

Bild: Manuela Jans-Koch (Emmen, 18.03.2022)

Die Reportage

Der Ticker

Der Flugplatz leert sich – Ruhe kehrt ein

Kaum rollen die beiden Flugzeuge Richtung Hangar, machen sich die Leute auf den Weg.

Kaum rollen die beiden Flugzeuge Richtung Hangar, machen sich die Leute auf den Weg.

Bild: David von Moos (Emmen, 18. März 2022)

Und da waren es plötzlich nur noch ein paar Leute – die anderen der 500 zugelassenen Besucherinnen und Besucher haben sich auf den Heimweg begeben.

Wie zum Abschied fliegt derweil im Hintergrund die Flugstaffel Patrouille Suisse ihre letzte Figur – und setzt zur Landung an. Das Brüllen der Düsentriebwerke wird leiser, Auf dem Militärflugplatz Emmen kehrt Ruhe ein. Vielen Dank fürs Mitlesen und einen schönen Nachmittag.

F-35A sicher gelandet

Der erste F-35A landet.

Der erste F-35A landet.

Bild: Ennio Leanza / Keystone

Das Warten hat in Ende. Der erste von zwei Kampfjets F-35A ist sicher auf dem Militärflugplatz Emmen gelandet. Der Zweite folgte unmittelbar danach.

Bild: Manuela Jans-Koch (Emmen, 18. März 2022)

In 11 Minuten die Schweiz überfliegen

Noch immer warten die Zuschauerinnen und Zuschauer auf die Ankunft der beiden F-35A. Dabei ist das Mehrzweckkampfflugzeug eigentlich sehr schnell unterwegs. Es erreicht eine Geschwindigkeit von Mach 1,6 - das entspricht 1930 Kilometern pro Stunde. Damit kann der Kampfjet die Schweiz von Westen nach Osten (348 km) in knapp 11 Minuten überfliegen. Von Norden nach Süden sind es sogar nur gerade knapp 7 Minuten.

Das sagen die Planespotter:

«Es ist wie bei Modellschiff-Szene, da trifft man sich auch beim Schaufahren»: Dario Keiser aus Kriens schätzt die Atmosphäre.

Video: David von Moos (Emmen, 18. März 2022)

Thomas Freimüller will den neuen Kampfjet aus der Nähe sehen.

Video: David von Moos (Emmen, 18. März 2022)

Neugierige Bürger aus dem nördlichen Nachbarland: Michael Schmeelke aus Deutschland will wissen, was die Bundeswehr da für ein Flugzeug kauft.

Video: David von Moos (Emmen, 18. März 2022)

Die Spannung steigt

Bild: David von Moos

In wenigen Minuten wird die Landung der beiden F-35A erwartet.

Auch Deutschland setzt auf den F-35A

Bis zu 35 F-35A-Kampfjets will Deutschland für seine Luftwaffe beschaffen, um damit seine in die Jahre gekommene Tornado-Flotte zu ersetzen. Damit setzte sich in unserem Nachbarland der US-Rüstungskonzern Lockheed Martin gegen die Hersteller Boeing mit der F-18 und Airbus mit dem Eurofighter durch.

Das ist der Kampfjet F-35A

Der Kampfjet Lockheed Martin F-35 Lightning II ist ein Tarnkappen-Mehrzweckkampfflugzeug der fünften Generation und gilt als modernstes Kampfflugzeug der Welt. Der Kampfjet wird in den drei Varianten F-35A (konventioneller Start/Landung), F-35B (Senkrechtstart und -landung) und F-35C (trägergestützt für den Einsatz auf Flugzeugträgern) bereitgestellt. Der Bundesrat hat sich für die Variante F-35A entschieden. Der F-35A setzte sich gegen die lange Zeit favorisierten Rafale (Dassault, Frankreich) sowie den Eurofighter (Airbus, Deutschland) und den F/A-18 Super Hornet durch.

In einem Video zeigt das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS), weshalb der Kampfjet F-35A aus seiner Sicht die richtige Wahl ist:

Quelle: VBS / Youtube

Aviatik-Fans aus der ganzen Schweiz

Thomas Freimüller (links) und Dario Keiser aus Zürich.

Thomas Freimüller (links) und Dario Keiser aus Zürich.

Bild: David von Moos

Emsiges Treiben auf dem Rollfeld des Militärflugplatzes. Aus der ganzen Schweiz sind Aviatik-Fans angereist, um den Kampfjet F-35A zu sehen.

Sujets für Fotografen gibt es genügend

Bild: David von Moos

Solange die beiden F-35A noch nicht in Emmen gelandet sind, gibt es andere spannende Sujets für die Fotografen. Hier zum Beispiel ein Pilatus PC-21 beim Start, vom Spotter-Gelände aus fotografiert, das gleich  gleich beim Tower auf dem Gelände der Pilotenschule liegt.

Gehörschutz ist zwingend notwendig

Der Kampfjet F-35A des US-Herstellers Lockheed Martin ist nach Angaben des VBS lauter als der F/A-18. Die Schweizer Luftwaffe will jedoch die Lärmbelästigung so aufteilen, dass sie an allen Standorten vergleichbar mit dem Durchschnittswert der letzten 5 Jahre ist.  So sollen in Emmen statt 3616 noch 1090 Flugbewegungen stattfinden – also 70 Prozent weniger.

Ohropax sind en masse bereitgestellt.

Ohropax sind en masse bereitgestellt.

Bild: David von Moos

Gemütliches aber gespanntes Warten auf das Spektakel

Patrick Hofer, Rottwil BE, Yolanda und Otto Birrer, Nottwil (von rechts) warten gemütlich auf die Ankunft der beiden Flieger.

Patrick Hofer, Rottwil BE, Yolanda und Otto Birrer, Nottwil (von rechts) warten gemütlich auf die Ankunft der beiden Flieger.

Yolanda und Otto Birrer, die sich beide als Flugzeugfans bezeichnen, sind gespannt darauf, was für eine Figur der nächste Kampfjet der Schweizer Armee live macht. «Gerade jetzt sieht man, wie wichtig eine funktionierende Armee und Luftwaffe ist», meint Otto Bitter. Patrick Hofer hat einen einen etwas weiteren Weg hinter sich. «Mich hat die Fliegerei schon immer fasziniert.»

Alle Publikumsanlässe ausgebucht

Auch die Bevölkerung ist eingeladen, einen Augenschein zu nehmen und sich über die Anschaffung zu informieren. Am 25. März können 450 Personen an einem Tag für die Öffentlichkeit teilnehmen. Die Tickets waren ab  14. März um 12 Uhr online erhältlich. Aufgrund des grossen Interesses waren alle Plätze innert Kürze vergeben.

Ausserdem richtet Armasuisse am 18., 23. und 25. März innerhalb des Militärflugplatzes eine Spotterzone ein. Um den F-35A aus nächster Nähe beobachten und fotografieren zu können, musste man sich ebenfalls online anmelden. Der Zutritt ist auf jeweils 500 Personen beschränkt. Auch hier gingen alle für die Öffentlichkeit verfügbaren Tickets weg wie warme Weggli.

Strenge Zutrittskontrollen

Die Militärpolizei scannt den QR-Code eines jeden Besuchers und kontrolliert Pass oder Identitätskarte.

Die Militärpolizei scannt den QR-Code eines jeden Besuchers und kontrolliert Pass oder Identitätskarte.

Bild: David von Moos

Zutrittskontrolle durch Militärpolizei. Es braucht QR-Code und ID oder einen Pass. Ansonsten gibt es kein Durchkommen.

Ankunft der ersten Zaungäste

Bild: David von Moos

Ankunft kurz nach 9 Uhr mit dem Extrabus auf dem Militärflugplatz  Emmen. Der Doppelgelenkbus der Auto AG Rothenburg war zum Bersten voll. Aufgeregtes Geplauder – die Vorfreude ist spürbar.

Grosses Kino in Emmen

Auf dem Militärflugplatz in Emmen ist ab Montag für fünf Tage grosses Spektakel angesagt. Vom 21. bis 25. März stellt die Armee das neue Kampfflugzeug F-35A sowie das bodengestützte Luftverteidigungssystem Patriot der Bevölkerung vor.

Die Schweiz wird 36 Flugzeuge des F-35A von Lockheed Martin kaufen. Kostenpunkt: Rund fünf Milliarden Franken. Der F-35A wurde wie die anderen Typen in Payerne «auf Herz und Nieren» geprüft. Der Jet des amerikanischen Herstellers Lockheed Martin ist der modernste der insgesamt fünf Kampfjettypen, die als Nachfolge für die alternden F/A-18 getestet und evaluiert wurden.

Please take your seats for landing

Herzlich willkommen auf unserem Liveticker zur mit Spannung erwarteten Landung von zwei Kampfjets F-35A in Emmen! Von der Aufregung am Pistenrand über den Landeanflug und das Landemanöver am Vormittag bis hin zum fachlichen Austausch unter den «Spottern» vor Ort – wir halten Sie hier stets auf dem Laufenden.

Der US-Tarnkappenbomber F-35A gilt als die eher teurere Wahl der fünf Flugzeugtypen, die 2021 evaluiert wurden.

Der US-Tarnkappenbomber F-35A gilt als die eher teurere Wahl der fünf Flugzeugtypen, die 2021 evaluiert wurden.

Archivbild: Peter Klaunzer / Keystone

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