Wirtschaft

Zur Rose bleibt standhaft im Preiskampf

Im Onlineversand von Medikamenten sieht Zur Rose noch erhebliches Potenzial.     Bild:  KEYSTONE/Gaetan Bally

Im Onlineversand von Medikamenten sieht Zur Rose noch erhebliches Potenzial. Bild: KEYSTONE/Gaetan Bally

Die Frauenfelder Versandapotheke Zur Rose ist im ersten Semester 2019 fast 30 Prozent gewachsen. Die Verluste nehmen kaum ab.

Halbjahresergebnis Der Chef der Zur Rose Group, Walter Oberhänsli, hat ehrgeizige Ziele. Bis 2022 will er den Umsatz des Unternehmens im Vergleich mit 2018 verdoppeln. Das bedeutet einen Umsatz in Höhe von 2,4 Milliarden Franken. Grund für den Optimismus ist auch, dass in Deutschland das elektronische Rezept eingeführt wird und weitere EU-Staaten möglicherweise folgen.

Das Potenzial ist riesig. Heute macht der E-Commerce-Anteil der Branche in Europa kaum zwei Prozent aus. In den USA liegt er bereits bei 25 Prozent. Die Einführung des E-Rezepts in Deutschland sei für Mitte 2020 geplant. Derzeit würden bereits Pilotprojekte mit Krankenkassen laufen, sagte Oberhänsli bei der Präsentation des Halbjahresergebnisses.

Medpex ist ein Trumpf, der sticht

Zur Rose erhofft sich in Deutschland als Marktführer entscheidende Vorteile im Preiskampf. Die Gruppe hat gute Karten. Sie ist im deutschen Markt um 46 Prozent gewachsen. Ermöglicht hat dies die Übernahme der Versandapotheke Medpex. Oberhänsli ist sich sicher, dass auch im restlichen Europa noch reichlich Potenzial brachliegt und Zur Rose die besten Karten für weiteres Wachstum hat.

Auch im Heimmarkt Schweiz hat Zur Rose wiederum zulegen können. Umsatz und Marktanteil seien leicht gestiegen, so Finanzchef Marcel Ziwica. Unter dem Strich hat es die Zur Rose Group allerdings noch nicht in die Gewinnzone geschafft. Bei einem Umsatz von 772 Millionen Franken wurde mit 17 Millionen Franken ein nur um 2,9 Prozent geringerer Verlust im Vergleich zu 2018 eingefahren.

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