Mit 99 zu 78 Stimmen bei 14 Enthaltungen sagte die grosse Kammer am Dienstag Nein zur Motion von Elisabeth Schneider-Schneiter (CVP/BL). Der Vorstoss scheiterte am Widerstand der Linken sowie der FDP. Das Geschäft ist damit vom Tisch.

Eine Mehrheit folgte der Argumentation des Bundesrats, wonach die teuren Roaming-Preise mit der Revision des Fernmeldegesetzes eingedämmt worden seien - zumindest "so weit, wie es sinnvollerweise umgesetzt werden kann", schrieb die Regierung in der Antwort auf den Vorstoss.

Die Motionärin argumentierte vergeblich, dass nur die komplette Abschaffung der "Roaming-Insel Schweiz" den Wirtschafts-, Handels- und Tourismusstandort sichere. "Wir sind immer noch meilenweit von einer Abschaffung entfernt." Bürger in der EU dagegen seien von den Gebühren mittlerweile grösstenteils befreit.