Wirtschaft

Wegen geschlossenen Zahnarztpraxen: Implantate-Hersteller Straumann erzielt deutlich weniger Umsatz

Straumann stellt Implantate für die Zahnmedizin her.

Straumann stellt Implantate für die Zahnmedizin her.

Der Basler Implantate-Hersteller Straumann muss im ersten halben Jahr eine Einbusse beim Umsatz von 17 Prozent hinnehmen. Besonders die Geschäfte in Nord- und Lateinamerika litten stark.

(gb.) Die Straumann-Gruppe erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2020 einen Umsatz von 605 Millionen Franken. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, liegt der Umsatz damit 17 Prozent tiefer als im Vorjahr. Der starke Franken führt zu deutlichen Kursverlusten: In Schweizer Franken beträgt das Minus gar 22,4 Prozent. Der Bruttogewinn sank von 602,5 Millionen Franken auf 429,8 Millionen.

Der Geschäft kriselte vor allem in den Monaten März und April, als vielerorts auf der Welt Zahnarztpraxen aufgrund von Lockdowns geschlossen waren. Straumann konnte seine Zahnimplantate erst ab Mai wieder verkaufen. Besonders betroffen war und ist Lateinamerika. Dort brach der Umsatz in Schweizer Franken im ersten Halbjahr um 44,6 Prozent ein, im ersten Quartal gar um 70 Prozent. Auch in Nordamerika schwächelte das Geschäft mit Umsatzrückgängen von 43,7 Prozent in den ersten drei Monaten stark.

Laut CEO Guillaume Daniellot, der in der Mitteilung zitiert wird, hat das Unternehmen aufgrund der schwierigen Situation Sparmassnahmen beschlossen und bereitet sich mit Restrukturierungen auf eine Rezession vor. Trotz Zeichen der Erholung auf den Dentalmärkten verzichtet die Gruppe auf eine Prognose für das Gesamtjahr, wie der Mitteilung weiter zu entnehmen ist.

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