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UBS-Berufungsprozess wird laut Ermotti wohl mehrere Jahre dauern

UBS-Chef Sergio Ermotti übt in einer internen Mitteilung an die Mitarbeitenden scharfe Kritik am Urteil eines Pariser Gerichts vom Mittwoch. (Archivbild)

UBS-Chef Sergio Ermotti übt in einer internen Mitteilung an die Mitarbeitenden scharfe Kritik am Urteil eines Pariser Gerichts vom Mittwoch. (Archivbild)

Ein Gericht in Paris hat die UBS am Mittwoch zu einer Rekordbusse verdonnert. Die Grossbank wird gegen dieses Urteil in Berufung gehen. UBS-Chef Sergio Ermotti geht davon aus, dass sich der Berufungsprozess über viele Jahre hinziehen wird.

Dies teilte Ermotti den Mitarbeitern der Bank in einer internen Nachricht mit. "Der Fall wird nun an das Berufungsgericht verwiesen, das den Prozess erneut vollständig anhört. Dies wird voraussichtlich mehrere Jahre dauern", lautete die Meldung, deren Authentizität eine Sprecherin der Bank gegenüber der Agentur AWP bestätigte.

"Der oberflächliche Charakter des Urteils ist erstaunlich und gibt nicht einmal vor, die Argumente aufzunehmen, die wir in den fünf Wochen des Prozesses vorgebracht hatten. Dies muss durch das Berufungsgericht neu entschieden werden", schrieb Ermotti in dem Statement.

"Gerechtigkeit wird siegen"

Seine Bank sei stets gegen kriminelles Fehlverhalten vorgegangen und werde dies auch während des gesamten Berufungsverfahrens tun. "In der Zwischenzeit ist es wichtig, dass wir uns weiterhin auf die Betreuung unserer Kunden konzentrieren", so der Bank-Manager. Trotz des heutigen Ergebnisses sei er weiterhin davon überzeugt, dass "am Ende die Gerechtigkeit siegen wird".

Die grösste Schweizer Bank war vom Gericht in Paris schuldig gesprochen worden und muss gemäss dem erstinstanzlichen Urteil eine Busse von 3,7 Milliarden Euro bezahlen. Das ist die höchste Busse, die die französische Justiz je für Steuerhinterziehung ausgesprochen hat.

Ausserdem muss die Bank Schadenersatz in Höhe von 800 Millionen Euro an den französischen Staat zahlen. Dieser hatte 1,5 Milliarden gefordert. Der Anwalt der Republik hatte den Aufbau eines ausgeklügelten Betrugs- und Geldwäschereisystems beanstandet. Im Juli 2014 hatte die UBS im Fall Frankreich bereits eine Kaution von 1,1 Milliarden Euro hinterlegen müssen.

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