Lockdown

Studie der Credit Suisse: Der Onlinehandel macht drei Milliarden Franken mehr Umsatz

Der Onlinehandel erlebt durch den Coronavirus einen Boom.

Der Onlinehandel erlebt durch den Coronavirus einen Boom.

Stationäre Food-Umsätze dürften sich auf dem Niveau des Vorjahres einpendeln, sagen Ökonomen der Grossbank voraus. Dem Non-Food-Bereich droht als Folge des Lockdowns ein Verlust von 20 Prozent.

(sku) Als Folge der Coronakrise passt die Credit Suisse ihre Umsatz-Prognose für dieses Jahr an, wie die Grossbank am Montag mitteilt. Als grosser Gewinner dürfte der Onlinehandel 30 Prozent zum Vorjahr zulegen. Laut Schätzungen der Ökonomen ergebe das ein Umsatzplus von rund 3 Milliarden Franken.

Ebenfalls durch den Lockdown beflügelt wurden laut Credit Suisse Online-Anbieter von Heimelektronik sowie von den Segmenten Do-It-Yourself, Garten- und Autozubehör. Auch in diesem Bereich werde ein Plus gegenüber des Vorjahrs erwartet. So sei das Bestellvolumen in der Heimelektronik derzeit mit einem typischen Vorweihnachtsniveau vergleichbar, schreiben die Ökonomen der Grossbank.

Weniger dynamische Entwicklung bei den Lebensmittel-Einkäufen

Schwerer hätte es der stationäre Non-Food-Detailhandel, dessen Umsatz 2020 selbst unter der Annahme, dass die Lockerungen wie geplant umgesetzt werden, deutlich unter demjenigen des Vorjahres liegen werde. Die Ausfälle in diesem Bereich werden sich gemäss der Credit Suisse auf mindestens 15 Prozent des jährlichen Gesamtumsatzes belaufen, schlimmstenfalls gar auf 20 Prozent.

Im Food-Detailhandel hebe sich das Umsatzplus durch den Verkauf von Basisnahrungsmittel und Hygieneprodukte mit den Ausfällen im Convenience Segment auf. Somit sagen die Ökonomen Umsätze auf dem Niveau des Vorjahrs voraus. Damit werde die Entwicklung aber weniger dynamisch ausfallen als Anfang dieses Jahres prognostiziert.

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