Negativzinsen

Run auf 1000-Franken-Noten: Schweizer horten wieder Bargeld zu Hause

1000-Franken-Noten. (Archiv)

1000-Franken-Noten. (Archiv)

Die Angst vor Negativzinsen lässt die Nachfrage nach 1000-Franken-Noten in die Höhe schiessen.

Sie ist so gross wie noch nie in den vergangenen dreissig Jahren. Allein im Mai wurden Tausendernoten im Wert 45 Milliarden Franken ausgegeben, wie die Zeitung «Le Matin Dimanche» berichtete.

Der Chef der Genfer Kantonalbank, Blaise Goetschin, führt den Ansturm direkt auf die Furcht vor Negativzinsen zurück. Anstatt das Ersparte um 0,75 Prozent Minuszins geschmälert zu sehen, horteten Leute lieber Bargeld in Koffern.

Die Angst vor Negativzinsen scheint nicht unbegründet. Wie die "SonntagsZeitung" berichtet, bereiten mehrere Banken Sparer darauf vor, dass sie für ihr Geld Strafzinsen bezahlen müssen. Die Migros-Bank, die Postfinance, die Genfer Kantonalbank und die Online-Bank Swissquote schliessen nicht mehr aus, Sparkonten mit Negativzinsen zu belasten. Dies, sofern die Nationalbank die Negativzinsen noch länger beibehält. Swissquote-Chef Marc sagt: «Ich kann mir gut vorstellen, dass bis in einem Jahr Banken Negativzinsen für Spargelder ab 100 000 Franken verlangen.» (sda/nch)

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