Das institutionelle Abkommen mit der EU sei "zentral", schreibt der Verband der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (Swissmem) in einer Mitteilung vom Mittwoch. Die vordringlichste Aufgabe sei es, das Verhältnis zur EU zu klären, dem mit Abstand wichtigsten Absatzmarkt der Schweiz. Es stelle den bilateralen Weg auf eine langfristig tragfähige Basis und sichere den privilegierten Zugang zum EU-Binnenmarkt.

Das vorliegende Abkommen sei für die Schweizer Bedürfnisse "im Kern massgeschneidert" und bringe neben der Sicherung des Marktzugangs weitere wichtige Vorteile wie die höhere Rechtssicherheit, die Respektierung der Souveränität der Schweiz sowie die Möglichkeit neuer Marktzugangsabkommen. Komme das Abkommen nicht zustande, werde sich die Qualität des Zugangs zum EU-Binnenmarkt zwangsläufig verschlechtern.

Swissmem warnt deshalb vor einem "schleichenden Attraktivitätsverlust des Wirtschaftsstandortes Schweiz". Dies ginge zulasten der Arbeitsplätze und des Wohlstands, so das Fazit. Aber auch ausserhalb der EU soll das Netz der Freihandelsabkommen weiter gestärkt werden. Der Verband stellt dabei mögliche Verträge mit den USA oder dem südamerikanischen Verbund Mercosur in den Vordergrund.

Industrie schafft neue Stellen

Das Geschäftsjahr 2018 präsentierte sich für die Industrie aber insgesamt erfreulich. Die Umsätze der gesamten MEM-Industrie legten gegenüber dem Vorjahr um über 11 Prozent und die Auftragseingänge um 6,5 Prozent zu. Sowohl Grossfirmen als auch KMU haben dabei laut den Angaben vom guten Umfeld profitiert. Entsprechend lag auch die Auslastung der Firmen mit über 91 Prozent klar über dem langjährigen Mittelwert von gut 86 Prozent.

Dies schlug sich auch in der Beschäftigung nieder. Die MEM-Industrie schuf in den ersten neun Monaten des Berichtsjahres 7'800 Stellen und beschäftigte damit über 320'000 Menschen.