«Paradeplatz»
Facebook will Preise je nach Postleitzahl, der Flughafen Zürich vergisst die Swiss - und Starbucks hat's nicht so mit Afrika

Ein Blick auf die etwas anderen Wirtschaftsgeschichten der Woche: Die neusten «Paradeplatz»-Meldungen.

SaW-Redaktion
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In der Starbucks-Filiale am Zürcher Central hat das mit der Rechtschreibung nicht so recht geklappt.

In der Starbucks-Filiale am Zürcher Central hat das mit der Rechtschreibung nicht so recht geklappt.

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Der US-Kaffeeverkäufer Starbucks gibt sich gerne kosmopolitisch. Doch beim Fokus auf die verschiedenen Chai Lattes und Caramel Frappuccinos ging offensichtlich die Rechtschreibung von Ländern vergessen, wie in der Zürcher Filiale am Central zu sehen ist. Auf einer Wand ist die Weltkarte mit den fünf Kontinenten illustriert - unter anderem mit dem Land «Deemomokrkratiscatischehe Repulik Kongo». Man würde meinen, Starbucks-CEO Kevin Johnson wüsste es besser - schliesslich bezieht die Firma Kaffeebohnen aus dem Land mit 90 Millionen Menschen.

Meta-CEO Mark Zuckerberg zählt auch Migros und Coop zu seinen Kunden.

Meta-CEO Mark Zuckerberg zählt auch Migros und Coop zu seinen Kunden.

Meta Handout / EPA

Diese Woche kam am Retail Forum am Flughafen Zürich die Detailhandelsbranche zusammen. Gespannt waren viele auf den Auftritt von Paul Wiedmeier, der im Onlinemarketing beim Facebook-Konzern Meta von Mark Zuckerberg in der Schweiz arbeitet. Er versprach den Zuhörenden, zu denen auch seine Kunden wie Migros und Coop gehörten, grössere Umsätze dank neuen Werbemodellen - und er machte ein Beispiel: So verschicke der französische Händler Carrefour per Whatsapp Werbekataloge - aber nicht an alle die gleichen. «Angebot und Preise sind je nach Postleitzahl unterschiedlich», sagte Wiedmeier mit Stolz. Wieder mal alles andere als sozial, dieser Social-Media-Gigant.

Der Flughafen Zürich macht Werbung für United.

Der Flughafen Zürich macht Werbung für United.

Screenshot Newsletter FZAG

US-Präsident Joe Biden sorgte bei Swiss-Chef Dieter Vranckx für grosse Erleichterung, als er die Öffnung seines Landes verkündete. Ab Montag können auch nicht-amerikanische Gäste, die geimpft und getestet sind, wieder nach San Francisco oder New York fliegen. Auch Flughafen-Zürich-Chef Stephan Widrig freut sich über den Zusatzverkehr. In einem Newsletter mit dem Titel «Ab in die USA - Einreisesperre aufgehoben» wird die Wiedereröffnung aber nicht mit einem Flugzeug des wichtigsten Partners, der Swiss, illustriert, sondern vom US-Konkurrenten United. Oops.