Traditionswarenhaus
Manor startet Kooperation mit US-Burger-Kette – und lanciert ein neues Gastrokonzept

Das Traditionswarenhaus geht mit seinen Manora-Restaurants neue Wege - und setzt dabei auf eine prominente Partnerfirma aus New York.

Benjamin Weinmann
Drucken
Teilen
Bei Manor gibt es neu auch Burger der New Yorker Kultkette «Black Tap».

Bei Manor gibt es neu auch Burger der New Yorker Kultkette «Black Tap».

zvg

Die Warenhauskette Manor befindet sich weiter im Umbau. Im August gab die Firma den Abbau von 476 Stellen bekannt. Manor-Chef Jérôme Gilg will den Traditionshändler moderner machen, einerseits mit einem verbesserten Online-Auftritt. Aber auch in den Geschäften. Erst kürzlich gab er eine neue Kooperation mit dem französischen Elektronikhändler Fnac bekannt, der in ausgewählten Manor-Häusern so genannte Shop-in-Shops betreibt. Heisst: Fnac betreibt die Geschäftsfläche in Eigenregie, Manor kassiert im Gegenzug eine Miete.

Auch hawaiianische Poké Bowls sind erhältlich.

Auch hawaiianische Poké Bowls sind erhältlich.

zvg

Nun will Gilg auch die 27 Manora-Restaurants auffrischen – und greift dabei ebenfalls auf externe Partner zurück. «Wir haben ein neues, modernes Konzept entwickelt, das auf aktuelle Food-Trends eingeht», sagt Sébastien Iandelli, Gastronomiechef bei Manor.

Neu gibt es Essensstände mit unterschiedlicher Küche aus verschiedenen Ländern. «Man kann bei uns thailändisch, hawaiianisch oder amerikanisch essen», sagt Iandelli. Betrieben werden die Stände von unterschiedlichen Unternehmen.

Junge Gäste dank XXL-Milchshakes?

Seit Freitag ist das neue Konzept im grössten Manor-Warenhaus in Genf ersichtlich. Was auffällt: Bei der US-Küche setzt Manor auf eine Art Shop-in-Shop der New Yorker Kultkette «Black Tap», die für ihre Burger und XXL-Milchshakes bekannt ist.

Die berühmten XXL-Milchshakes von «Black Tap».

Die berühmten XXL-Milchshakes von «Black Tap».

zvg

«Gerade mit diesen Shakes möchten wir eine neue, trendige Kundschaft ansprechen», sagt Iandelli. So könne man auch den Kundenstrom besser über den Tag verteilen. Denn die Shakes würden eher von jungen Gästen am Nachmittag konsumiert.

Die rasant wachsende «Black Tap»-Kette hat seit 2017 einen Ableger in Genf. Diesen Herbst eröffnete das erste Restaurant in Zürich. Kommendes Jahr sollen weitere Standorte in Lausanne und Basel hinzukommen (CH Media berichtete). Auch für die Mini-Filiale im Manor werden die Burger-Brötchen aus New York eingeflogen. Das Fleisch stammt aus der Schweiz.

Kunden essen weniger Fleisch

Mit «Black Tap» möchte Manor jüngere Gäste anlocken.

Mit «Black Tap» möchte Manor jüngere Gäste anlocken.

zvg

«Mit diesen einzelnen Food-Ständen können wir das neue Konzept flexibel in verschiedenen Manora-Restaurants einsetzen», sagt Iandelli. Man wolle sich stärker in Richtung eines Food-Corners bewegen. Bisher wirkten die Manora-Restaurants eher wie eine Markthalle. Aufgrund der neuen Essensstände sei das traditionelle Fleischgrill-Angebot etwas reduziert worden, sagt Iandelli, da die Kundschaft tendenziell weniger Fleisch esse.

Doch droht den Angestellten angesichts der externen Partnerschaften nun ein weiterer Abbau? Iandelli verneint. «Unsere Mitarbeitenden werden in den bestehenden Manora-Restaurants weiterbeschäftigt.»

Aktuelle Nachrichten