Seon

Mammut verlegt Logistik vom Aargau ins Allgäu

Mammut-Chef Rolf Schmid in der Seilproduktion des Unternehmens.

Mammut-Chef Rolf Schmid in der Seilproduktion des Unternehmens.

Der Outdoor-Kleiderhersteller Mammut verlagert seine Logistik nach Süddeutschland. Grund für den Umzug ist unter anderem der starke Franken. Mammut errichtet einen 26 Millionen Euro teuren Neubau südlich von Memmingen im Allgäu.

Mammut gilt als Schweizer Premium-Anbieter in der Outdoorbranche und hat seit bald 150 Jahren seinen Hauptsitz im Aargau, in Seon. Doch nun lagert CEO Rolf Schmid einen Teil des Unternehmens aus Kostengründen ins günstige Nachbarland aus, wie die Zeitung «Der Sonntag» schreibt. 

Ein Schritt mit Signalwirkung. Wie das deutsche «Handelsblatt» diese Woche schrieb, errichtet Mammut einen 26 Millionen Euro teuren Neubau südlich von Memmingen im Allgäu. Von dort aus sollen in ein paar Monaten alle Kunden in Europa bedient werden - auch jene in der Schweiz. Über die Auffahrtstage war niemand von Mammut für eine Stellungnahme zu erreichen.

Die Häflte der Kosten in Franken

Doch Heinz Bürki, Gemeindeammann von Seon, hat Kenntnis von Mammuts Plänen. «Wir bedauern diesen Schritt natürlich.» Es seien zwar wohl nicht mehr als zehn Stellen im Hochregallager betroffen. «Aber es ist dennoch schade», sagt Bürki. Die anderen rund 220 Angestellten in Seon arbeiten vor allem in den Bereichen Kreation und Verkauf. Auch Kletterseile werden hergestellt.

«Die Hälfte unserer Kosten fällt in Franken an. In der Schweiz machen wir aber nur ein Fünftel vom Umsatz», lässt sich Rolf Schmid zitieren. Dies sei lange kein Problem gewesen - bis der Franken gegenüber dem Euro massiv an Wert gewonnen hatte. 2011 schrumpfte der Umsatz um rund 5 Prozent auf 211 Millionen Franken. Gewinnzahlen nennt die Firma keine. Im «Handelsblatt» beteuert Rolf Schmid, nicht an weitere Verlagerungen ins Ausland zu denken. Die hohen Kosten seien nicht alles und es gelte, das gute Image als Schweizer Marke zu bewahren.

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