Die Arbeitnehmervertretung habe daraufhin noch für diese Woche Termine angeboten, um wieder in Gespräche einzusteigen. Die Vereinigung Cockpit betonte, jederzeit einigungsbereit zu sein. "Ob es gelingt, die Arbeitskampfmassnahmen dauerhaft abzuwenden, ist derzeit noch nicht absehbar", hiess es weiter.

Ursprünglich wollten die Piloten am Dienstag von 9.00 bis 17.00 Uhr die Langstreckenflüge ab dem Frankfurter Flughafen bestreiken. Lufthansa wollte die ursprünglich angekündigte Arbeitsniederlegung ins Leere laufen lassen und sämtliche 40 Verbindungen anbieten. Lufthansa hatte bereits an vorangegangenen Streiktagen Management-Piloten und Freiwillige in ungenannter Zahl eingesetzt.

Es wäre der vierte Streik der Piloten gewesen, seitdem die Tarifgespräche zwischen Piloten und der Lufthansa Ende August abgebrochen wurden. Die Gewerkschaft wollte mit der Streikwelle ihrer Forderung nach Beibehaltung einer betriebsinternen Frührente für die 5400 Lufthansa-Piloten Nachdruck verleihen.

Die Gewerkschaft und die Lufthansa streiten derzeit über Regelungen zur Übergangsversorgung. Diese erlaubt es Piloten bisher, ab 55 Jahren in den bezahlten Frühruhestand zu gehen. Sie erhalten in der Übergangszeit bis zur gesetzlichen Rente bis zu 60 Prozent ihrer Bezüge. Der Konzern will die Altersgrenze erhöhen, Cockpit lehnt dies bisher ab.