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Liechtensteiner Hilti-Konzern baut am Hauptsitz 200 Stellen ab

Der Baugerätehersteller spürt den starken Franken

Der Baugerätehersteller spürt den starken Franken

Der Liechtensteiner Baugerätehersteller Hilti muss den Gürtel enger schnallen und baut 200 Stellen in Schaan FL und Buchs SG ab. Der starke Franken sowie höhere Material- und Logistikkosten sind der Grund für den Abbau von rund zehn Prozent der Stellen am Hauptsitz.

Die Stellenreduktion soll in den nächsten 12 bis 15 Monaten erfolgen. Das Unternehmen geht davon aus, dass der grösste Teil über eine normale Fluktuation abgefedert werden kann, wie Hilti am Donnerstag mitteilte. Der Konzern rechnet 2011 wegen des starken Frankens und des Kostenwachstums mit einem deutlich unter dem Vorjahr liegenden Geschäftsergebnis.

Der Stellenabbau ist Teil eines Massnahmenprogramms, mit dem in den kommenden Monaten die Strukturen angepasst, die Kosten gesenkt und die Profitabilität erhöht werden soll. In der Konzernzentrale sollen die Kosten bis 2013 um zehn Prozent reduziert werden. Wachsen will das Unternehmen vor allem in den Schwellenländern.

Standort Liechtenstein bleibt

Am Standort Liechtenstein will Hilti festhalten, jedoch soll sich die Ausrichtung der Zentrale verändern. Das Unternehmen werde sich noch stärker auf jene Bereiche konzentrieren, die zu den Kernaufgaben gehörten, wird Konzernchef Bo Risberg in der Mitteilung zitiert.

Zudem soll der Standort Schaan zu einem Kompetenzzentrum für Spitzentechnologie und für die Fertigung von komplexen innovativen Produktion ausgebaut werden. Das neue Innovations-Zentrum, das im ersten Halbjahr 2015 eröffnet wird, soll das technologische Herzstück bilden.

Konzernchef bleibt länger

Im Zusammenhang mit den anstehenden Herausforderungen will der Verwaltungsrat Kontinuität in der Konzernleitung. Konzernchef Bo Risberg, dessen Amtszeit aufgrund der internen Altersregelung im Dezember 2012 zu Ende gegangen wäre, bleibt bis Ende 2013 im Amt.

Die Hilti Gruppe beliefert die Bauindustrie weltweit mit Produkten, Systemen und Dienstleistungen. Der Konzern beschäftigt rund 20'000 Mitarbeitende in 120 Ländern.

Letztes Jahr erwirtschaftete der Baugerätehersteller einen Umsatz von 3,9 Mrd. Franken. Der hohe Frankenkurs bescherte Hilti in diesem Jahr jedoch einen massiven Gewinneinbruch. In den ersten acht Monaten verdiente der Konzern 25 Mio. Fr. oder 55 Prozent weniger als im Vorjahr.

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