Läderach
Generationenwechsel: Beim Schoggi-Hersteller Läderach übernehmen die Söhne – die Coronakrise ist bereits überwunden

Der Schokoladenhersteller und -verkäufer aus dem Glarnerland wird nun von der dritten Generation geführt. Esther und Jürg Läderach ziehen sich aus der Firmenleitung zurück.

Stefan Ehrbar
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Die neuen Chefs: David, Elias und Johannes Läderach (v.l.n.r.).

Die neuen Chefs: David, Elias und Johannes Läderach (v.l.n.r.).

zvg

«Der Generationerenwechsel ist erfolgreich abgeschlossen», teilte das Familienunternehmen Läderach aus Ennenda GL gestern mit. An der Generalversammlung von letzter Woche habe sich Jürg Läderach, der das Unternehmen als Verwaltungsratspräsident und bis 2018 als CEO geleitet hat, nicht mehr zur Wahl gestellt.

Auch seine Frau Esther Läderach, die seit 2001 im Verwaltungsrat sitzt, stellte sich nicht wieder zur Wahl. Stattdessen übernehmen nun die Söhne. Johannes Läderach, der das Unternehmen bereits als CEO leitet, ist neu Präsident des Verwaltungsrats. Elias Läderach, der ebenfalls in der Geschäftsleitung des Schokoladenherstellers sitzt, sowie Deutschland-Chef David Läderach sind als weitere Vertreter der dritten Generation ebenfalls in den Verwaltungsrat eingezogen, teilt das Unternehmen weiter mit.

Die Corona-Delle ist wieder wettgemacht

Das 1962 gegründete Unternehmen befand sich in den letzten Jahrzehnten auf einem strammen Wachstumskurs. Mittlerweile beschäftigt Läderach laut Eigenangaben mehr als 1300 Mitarbeitende und verkauft seine Schokolade im Internet und in 140 eigenen Läden in 16 Ländern wie Deutschland, den USA oder Grossbritannien. Die Schokolade wird ausschliesslich in der Schweiz produziert.

Ziehen sich zurück: Esther und Jürg Läderach.

Ziehen sich zurück: Esther und Jürg Läderach.

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Jürg Läderach wird in der Mitteilung zum Generationenwechsel als Pionier der Schokoladenindustrie gewürdigt, der den Weg von Läderach zu einer «Premiummarke im Retailbereich» geebnet habe. Die Firma sei wirtschaftlich und strategisch sehr gut aufgestellt. Die Corona-Delle aus dem letzten Jahr habe schon in diesem Jahr mehr als wettgemacht werden können.

Läderach stand in der Vergangenheit aber auch in der Kritik, etwa weil Jürg Läderach den «Marsch fürs Läbe», eine Kundgebung gegen Abtreibungen mitorganisierte. Zudem hat er sich laut «Tages-Anzeiger» gegen die Gleichstellung von Homosexuellen engagiert, was zu Boykottaufrufen führt.

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