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Konjunkturängste führen zu Ausverkauf an Schweizer Börse

Die Schweizer Börse hat am Freitag nach schwachen Konjunkturdaten aus China deutliche Verluste eingefahren.

Die Schweizer Börse hat am Freitag nach schwachen Konjunkturdaten aus China deutliche Verluste eingefahren.

Am Schweizer Aktienmarkt sind die Kurse am Freitag auf breiter Front deutlich abgerutscht. Das Schwergewichte-Barometer Swiss Market Index (SMI) schloss mit 8800 Zählern weiter unter der Marke von 9000 Punkten.

Auf Wochensicht gesehen ergab sich der deutlichste Verlust seit der Aufhebung des Euro-Mindestkurses im Januar. Nach der Abwertung der chinesischen Währung Yuan in der Vorwoche, welche bereits für arge Verluste sorgte, und einer Zwischenerholung ums Wochenende, machen sich in Marktkreisen mehr und mehr die Sorgen um eine mögliche harte Landung der Wirtschaft in China bemerkbar.

Sollte eine solche Eintreten, hätte dies spürbare Auswirkungen auch auf die globale Konjunktur, da dann der wichtigste Konjunkturmotor wegfallen würde.

Am Freitag erhielten diese Befürchtungen mit der Publikation der neusten Daten zur Stimmungslage der chinesischen Unternehmen neue Nahrung, denn dieser Frühindikator ist auf den tiefsten Stand seit 2009 gefallen. Überzeugende Volkswirtschafts-Daten aus der Eurozone vermochten die "China-Sorgenfalten" nicht zu glätten.

Alle Blue Chips im Minus

Der SMI gab schliesslich um 3,36 Prozent auf 8798,57 Punkte nach. Im Wochenvergleich ergab sich ein markantes Minus von 5,9 Prozent. Der breite Swiss Performance Index (SPI) fiel um 3,15 Prozent auf 8953,4 Punkte.

Die schwächsten Aktien waren diejenigen der Bank Julius Bär (-5,3 Prozent) und des Zementkonzerns LafargeHolcim (-4,3 Prozent). Zum Einbruch des Gesamtmarktes trugen allerdings vor allem die verbilligten Papiere des Pharmariesen Novartis (-4,2 Prozent) bei. Der "gute Lauf" der Titel seit Jahresbeginn wurde in Handelskreisen als Grund für die schwache Performance genannt.

Bei den Uhren- und Luxusgüterkonzernen Swatch (-2,4 Prozent) und Richemont (-2,1 Prozent) fielen die Kursverluste unterdurchschnittlich aus, was mit zuversichtlichen Äusserungen von Swatch-Chef Nick Hayek gegenüber angelsächsischen Medien zu tun haben könnte. Am Vortag hatten beide Titel nach schwachen Uhrenexportdaten noch klar nachgegeben.

Im breiten Markt brachen die Aktien des Reisekonzerns Kuoni um 8,2 Prozent ein, dies nach einem enttäuschenden Ausblick im Zusammenhang mit der Zahlenvorlage.

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