Wirtschaft

KOF-Konjunkturbarometer fällt wegen Coronavirus drastisch

Die Textilindustrie ist am stärksten vom Einbruch des Konjunkturbarometers betroffen. (Symbolbild)

Die Textilindustrie ist am stärksten vom Einbruch des Konjunkturbarometers betroffen. (Symbolbild)

Die Konjunkturaussichten verdüstern sich: Das Konjunkturbarometer der KOF ist im März auf den tiefsten Stand seit Aufhebung des Mindestkurses des Frankens gefallen. Am härtesten trifft es die Textil- und Metallindustrie.

(sku) Das Konjunkturbarometer ist im März um 8,9 Punkte auf 92,9 gefallen, wie die KOF am Montag schreibt. Zwar lägen die Tiefstände der Wirtschaftskrise von 2009 noch deutlich darunter. Ein Grossteil der Umfrageantworten, die dem Barometer zugrunde liegen, seien jedoch vor Einführung der restriktiven Massnahmen des Bundesrates eingegangen. Die KOF rechnet daher mit einer «markanten Reduktion der Wachstumsraten».

Der Stimmungseinbruch des Barometers umfasst laut KOF alle Branchen des produzierenden Gewerbes. Am stärksten betroffen seien die Textil- und die Metallindustrie, am wenigsten die Nahrungsmittelindustrie. Diese sei massgeblich durch die Beurteilung der Aufträge und der Produktion getrieben worden.

Der KOF-Konjunkturbarometer gilt als ein Frühindikator für die Entwicklung der Schweizer Konjunktur. Die einzelnen Indikatoren werden über statistisch ermittelte Gewichte zu einem Gesamtindikator zusammengefasst.

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