USA - Iran

Irans Präsident: Trump muss vor Gesprächen neues Vertrauen schaffen

Der iranische Präsident Hassan Ruhani hat am Dienstag in einem Fernsehinterview in den USA zahlreiche Anschuldigungen gegen sein Land zurückgewiesen. (Archivbild)

Der iranische Präsident Hassan Ruhani hat am Dienstag in einem Fernsehinterview in den USA zahlreiche Anschuldigungen gegen sein Land zurückgewiesen. (Archivbild)

Der iranische Präsident Hassan Ruhani hat US-Präsident Donald Trump zu vertrauensbildenden Massnahmen zwischen den beiden Konfliktparteien aufgerufen. Erst danach könnten Gespräche stattfinden.

Ruhani sagte Fox News am Rande der Uno-Vollversammlung in New York nach einer Übersetzung des US-Senders, Trump habe mit dem einseitigen Ausstieg aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran Vertrauen zerstört. "Falls die US-Regierung bereit zu Gesprächen ist, muss sie die notwendigen Bedingungen dafür schaffen."

Sowohl Trump als auch Ruhani halten sich derzeit wegen der Uno-Vollversammlung in New York auf. Die von Trump verhängten harten Wirtschaftssanktionen gegen den Iran nannte Ruhani in dem am Dienstagabend (Ortszeit) ausgestrahlten Interview "eine Art von Terrorismus". Ruhani betonte, entgegen der Darstellung der USA wolle der Iran keine Atombombe bauen. "Wir streben nicht nach Atomwaffen."

Unkonstruktive Anschuldigungen

Ruhani dementierte, dass sein Land für die Angriffe auf saudische Erdölanlagen Mitte des Monats verantwortlich gewesen sei. In einer gemeinsamen Mitteilung hatten sich am Montag die deutsche, die französische und die britische Regierung einer entsprechenden Einschätzung der USA angeschlossen. Ruhani sagte: "Unbegründete Anschuldigungen zu erheben ist nicht konstruktiv."

Der iranische Präsident wies auch Trumps Anschuldigung vom Dienstag zurück, wonach sein Land der "Terrorismus-Förderer Nummer Eins" auf der Welt sei. Vielmehr förderten die USA den Terrorismus im Nahen Osten, sagte Ruhani. "Unglücklicherweise ist Amerika der Unterstützer von Terrorismus in unserer Region. Und wohin Amerika auch gegangen ist, hat der Terrorismus sich als Folge davon ausgeweitet."

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