Ernährung

Inland schlägt Ausland: Schweizer Eier laufen Importeiern den Rang ab

Eier auf dem Fliessband

Eier auf dem Fliessband

In der kommenden Karwoche schnellen die Ei-Verkäufe um bis zu 30 Prozent in die Höhe. Bei Coop und Migros kann es vor Ostern sogar zu Eier-Engpässen kommen. Dabei zeigt sich: Schweizer Eier haben einen Marktanteil von 80 Prozent.

In der kommenden Karwoche schnellen die Ei-Verkäufe um bis zu 30 Prozent in die Höhe, wie die „Schweiz am Sonntag“ berichtet. Bei Coop und Migros komme es in der Vor-Ostern-Zeit bei manchen Schweizer Sorten zuweilen gar zu Engpässen. Denn während in verarbeiteten Produkten oder in der Gastronomie günstige Ausland-Eier dominieren, sind im Detailhandel Schweizer Schaleneier vorherrschend. Ihr Marktanteil beträgt knapp 80 Prozent.

Im vergangenen Jahr sorgten die Legehennen gar für einen neuen Rekord. «2015 verlief sehr erfreulich», sagt Jean Ulmann, Präsident des Branchenverbands Gallosuisse in der „Schweiz am Sonntag“.

Laut neusten Zahlen legten die Schweizer Hennen 868 Millionen Eier – ein Plus von 3,7 Prozent. Vor 25 Jahren waren es erst 600 Millionen Eier. In der Schweiz entstehen heute somit 27 Eier pro Sekunde. Migros und Coop bestätigen die Verkaufssteigerung von Schweizer Eiern in den Filialen.

Ausländische Eier haben einen schweren Stand. Der Import ist um vier Prozent eingebrochen. Noch deutlicher – minus 12 Prozent – ist der Rückgang bei den so genannten Verarbeitungseiern aus dem Ausland.

Diese werden in der Schale importiert, in der Schweiz aufgeschlagen und danach weiterverarbeitet, zum Beispiel für die Produktion von Eier-Teigwaren. Dass weniger Eier importier wurden, überrascht.

«Schweizer Eier sind rund doppelt so teuer im Vergleich zu Deutschland oder Frankreich», sagt Gallosuisse-Präsident Ulmann in der „Schweiz am Sonntag“.

«Mit der Währungssituation hat sich dieser Effekt noch verstärkt.» Einerseits seien hierzulande die Entstehungskosten teurer.

«Andererseits hat die Schweiz eine Vorreiterrolle inne bei der tierfreundlichen Produktion, die das Ei teurer macht.»

Die Schweizer Konsumenten bevorzugen die helvetischen Eier. dennoch. Bei keinem anderen Lebensmittel achten sie so stark darauf, dass es aus der Schweiz stammt, wie eine aktuelle Umfrage von Demoscope zeigt.

Und mit 20 Prozent haben Eier laut dem neusten Bio-Marktberichts des Bundes den grössten Bio-Anteil im Detailhandel.

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