Den Namen nannte sie nicht. Insgesamt nahmen 2018 die Kapitalanforderungen leicht auf 10,6 Prozent zu nach 10,1 Prozent im Jahr davor. Grund dafür war nach Angaben der Kontrolleure die Einführung des Kapitalerhaltungspuffers.

Die Kapitalausstattung der meisten grossen Banken liege bereits über den von der EZB und den nationalen Behörden verlangten Kernkapitalwerten und Kapitalpuffer, erklärten die Aufseher. Allerdings zeigten die Ergebnisse auch, dass bei den Themen Unternehmenssteuerung und Risikomanagement eine Verschlechterung eingetreten sei. Bei 45 Banken stellten die Kontrolleure Liquiditätsschwächen fest. Bei 83 Banken forderten sie qualitative Schritte zur Behebung von Schwachstellen etwa bei der Behandlung von Problemkrediten, im IT-Bereich oder im Zusammengang mit dem Risikomanagement.

Es war die vierte jährliche Bankenprüfung (SREP) der EZB, die seit Herbst 2014 für die Kontrolle der grossen Geldhäuser im Währungsraums zuständig. Mittlerweile überwacht sie 119 Institute direkt. Die Kontrolle der kleineren Banken teilt sie sich mit den nationalen Aufsehern.