Villigen

Einweihung des innovAARE: Schon kurz darauf ging es los

Nach der Gründung im Mai geht bereits das erste Gebäude in Betrieb

Die Politik erhofft sich viel vom Park innovAARE im unteren Aaretal in Villigen. Sie hat den Anschub gegeben. Jetzt liegt der Ball bei der Träger- und Betreibergesellschaft innovAARE AG. Und die gibt Vollgas.

Eben erst hat der Grosse Rat seinen Segen gegeben, im Mai wurde die Park innovAARE AG gegründet, und schon steht mit dem «deliveryLab» ein erstes Bürogebäude.

Gestern wurde dieses im Beisein von über 100 Politikern, Forschern und Wirtschaftsvertretern eröffnet. Landammann Urs Hofmann zeigte sich dabei überzeugt, «dass wir uns damit auf dem besten Weg befinden, zu einem wichtigen Glied in der Kette der verschiedenen Standorte des nationalen Innovationsparks zu werden».

Dass zahlreiche namhafte Grosskonzerne, Finanzinstitute und KMU nicht nur ideell, sondern als Aktionäre auch bereit sind, in dieses Projekt zu investieren, sei die beste Referenz.

Keine Frage, freut sich auch Joël Mesot, Direktor des Paul-Scherrer-Instituts (PSI). Man verfolge drei Ziele: Erstens die Forschung auf höchstem Niveau weltweit zu betreiben.

Zweitens soll schon die nächste Generation von Forschern, Ingenieuren und technischem Personal ausgebildet werden. Drittens sollen die Forschungsergebnisse von der Industrie genutzt werden.

Trotz weltweiter digitaler Vernetzung stelle er immer wieder fest, so Mesot, «dass die örtliche Nähe zwischen akademischer und industrieller Forschung ein wichtiger Erfolgsfaktor für Innovationen ist.» Das werde der Park fördern und unterstützen. 

«Innovation wirkt, wenn sie am Markt ankommt.» Dies rief Verwaltungsratspräsident Hubert Zimmermann der Festgemeinde zu. So könne man Wertschöpfung für die Region generieren.

innovAARE sei eine Vernetzungsplattform, über die Leute aus Forschung und Wirtschaft mit dem Ziel des Technologietransfers zusammengebracht werden. Man will sich auf Themen wie Mensch und Gesundheit, Energie sowie die Beschleunigertechnologie ausrichten.

Schnelligkeit soll eins der Qualitätsmerkmale des im Entstehen begriffenen Parks sein. CEO Daniel Kündig verwies auf das unglaublich schnell errichtete erste von mehreren geplanten Gebäuden.

Damit wird der Park sichtbar und ein erster Meilenstein ist erreicht. Bereits sind zwei Firmen hier. Die in Gründung begriffene leadXpro und die «Advanced Accelerator Technologies (ACT), an der auch eine holländische Firma beteiligt ist. Jetzt feste man kurz, so Kündig, «und ab Montag wird hier gearbeitet».

Was sich Forscher, Politiker, Gewerkschafter und Unternehmer vom Innovationspark versprechen

«Erfolgreiche Produkte kann man nicht von vornherein garantieren. Wir haben aber schon lange eine Zusammenarbeit mit der Schweiz. Wir passen zusammen und kommen deshalb hierher.»

Guustaf Savenije, ACT AG, Holland

«Erfolgreiche Produkte kann man nicht von vornherein garantieren. Wir haben aber schon lange eine Zusammenarbeit mit der Schweiz. Wir passen zusammen und kommen deshalb hierher.»

«Ich erwarte für den Werkplatz Aargau Impulse, wenn Firmen herziehen, die innovative und interessante Produkte entwickeln, gerade im Bereich von Mensch/Gesundheit.»

Corina Eichenberger, Nationalrätin

«Ich erwarte für den Werkplatz Aargau Impulse, wenn Firmen herziehen, die innovative und interessante Produkte entwickeln, gerade im Bereich von Mensch/Gesundheit.»

«Man kann einen Leuchtturm nicht aufstellen und hoffen, er funktioniere ohne Strom. Ich hoffe, dass die Wirtschaft richtig mitmacht und den Park nicht als Konkurrenz sieht.»

Renato Mazzocco, Gewerkschaftssekretär

«Man kann einen Leuchtturm nicht aufstellen und hoffen, er funktioniere ohne Strom. Ich hoffe, dass die Wirtschaft richtig mitmacht und den Park nicht als Konkurrenz sieht.»

«Es ist grundsätzlich richtig, dass die vielen Schweizer Spitzen-Forschungsresultate auch für die Wirtschaft nutzbar gemacht werden können – zum Wohl der ganzen Volkswirtschaft.»

Daniel Knecht, Präsident AIHK

«Es ist grundsätzlich richtig, dass die vielen Schweizer Spitzen-Forschungsresultate auch für die Wirtschaft nutzbar gemacht werden können – zum Wohl der ganzen Volkswirtschaft.»

«Das untere Aaretal muss strampeln, um wahrgenommen zu werden. Wir hoffen auf zusätzliche Arbeitsplätze, wenn sich hier Firmen ansiedeln. Das hilft auch unserem Dorf Villigen.»

Jakob Baumann, Gemeindeammann

«Das untere Aaretal muss strampeln, um wahrgenommen zu werden. Wir hoffen auf zusätzliche Arbeitsplätze, wenn sich hier Firmen ansiedeln. Das hilft auch unserem Dorf Villigen.»

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