Hörgeräte

Deutsche Kunden verhelfen Sonova zu solidem Halbjahr

Am Firmensitz von Sonova in Stäfa

Am Firmensitz von Sonova in Stäfa

Sonova hat im ersten Halbjahr 2014/15 von robuster Nachfrage insbesondere aus Deutschland profitiert. So erhöhten sich die Verkäufe des Hörgeräteherstellers von April bis September um 4,5 Prozent auf 990,2 Millionen Franken. Der Gewinn stieg um 6,1 Prozent auf 173,6 Millionen Franken, wie Sonova am Montag mitteilte.

Damit blieb das Unternehmen aus Stäfa im Kanton Zürich unter den Erwartungen. Gemäss einer Umfrage der Finanznachrichtenagentur awp hatten Analysten im Durchschnitt den Umsatz um 4,5 Millionen und den Gewinn um 5,4 Millionen Franken höher erwartet.

Wachsen konnte das Unternehmen jedoch nur in einem der zwei Hauptmärkte. In der Region EMEA (Europa, Nahost und Afrika) stieg der Umsatz um 18,1 Prozent auf 427,3 Millionen Franken. Vor allem die deutschen Kunden haben laut Sonova dieses starke Wachstum ermöglicht. Die Verkäufe hätten jedoch auch in Grossbritannien und Skandinavien angezogen.

Neuer Vertriebskanal in den USA belastet vorerst

Einen Umsatzrückgang um 5,3 Prozent auf 348,7 Millionen Franken dagegen musste Sonova im zweitwichtigsten Markt, den USA, hinnehmen. Das sei vor allem auf die neue Zusammenarbeit mit der schnell wachsenden Discountkette CostCo zurückzuführen, hiess es.

Sonova hat sich im Frühjahr für den Verkauf über diesen neuen Vertriebskanal entschieden und damit einige unabhängige Händler vor den Kopf gestossen. Das Kaufverhalten dieser Fachgeschäfte hat sich laut Sonova jedoch mittlerweile stabilisiert. Der Absatz über den neuen Vertriebskanal CostCo habe zudem inzwischen "ein beträchtliches Niveau" erreicht.

Sonova bestätigte darum auch den Ausblick für das Gesamtjahr. So wird ein Wachstum des Umsatzes in Lokalwährung von 7 bis 9 Prozent erwartet. Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen soll sich in Lokalwährung um 11 bis 15 Prozent erhöhen.

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