Uhrenmesse

Bleibt Swatch Group der Baselworld jetzt doch treu? Das sagt Nick Hayek

Nick Hayek, Chef der Swatch Group, hat Baselworld scharf kritisiert und der Messe den Rücken gekehrt. Nun ist der Messe-Chef zurückgetreten. Gegenüber der «Nordwestschweiz» sagt Hayek nun, das ändere nichts an seiner Kündigung.

Der angekündigte Rückzug des grössten Ausstellers Swatch Group hat die Uhrenmesse Baselworld in eine Krise gestürzt. Noch Anfang Woche sagte Messe-Chef René Kamm, er werde versuchen, Nick Hayek umzustimmen.

Doch nun hat er selber aufgegeben: Am Freitagmorgen meldete die Messebetreiberin MCH-Group, Kamm trete zurück. Angesichts der "fundamentalen Transformationsphase" seien der Verwaltungsrat und Kamm "gemeinsam und einvernehmlich" zur Überzeugung gelangt, dass der richtige Zeitpunkt für einen Wechsel an der Spitze gekommen sei.

Nick Hayek lässt sich durch diese neuste Entwicklung jedoch nicht umstimmen. "Kündigung ist Kündigung", sagte er am Freitagmorgen zur "Nordwestschweiz". Weiter wollte er sich nicht äussern: "Es ist schon alles gesagt."

Hayek hatte sich auf dem US-Wirtschaftssender CNBC sehr deutlich geäussert.  «Das Management ist der Ansicht, dass die Uhrenmarken nur zahlen sollen, aber nichts zu sagen haben», sagte er. Er habe MCH-Präsident Ueli Vischer und seinen Vize Christoph Brutschin zu einem Gespräch eingeladen. Brutschin vertritt als Regierungsrat den Kanton Basel-Stadt, der mit 33,5 Prozent am Unternehmen beteiligt ist

«Trotz der Kritik an der Messe haben die beiden mich nie um ein Treffen gebeten», sagte Hayek. Er habe den beiden gesagt, dass sich die Baselworld öffnen müsse. Die Messe könne nicht mehr so weitermachen wie bisher. Sie sei "etwas arrogant, etwas versnobt und nicht in der Lage, etwas Neues zu tun." Schon vor dem Swatch-Group-Knall hatte die Uhrenmesse dieses Jahr jeden zweiten Aussteller verloren.

Update folgt ...

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