Wirtschaft

BAK-Economics erwartet für nächstes Jahr ein verhaltenes BIP-Wachstum

Die Wirtschaft dürfte sich gemäss dem Prognoseinstitut BAK erst ab Mitte 2021 wirklich erholen. (Symbolbild)

Die Wirtschaft dürfte sich gemäss dem Prognoseinstitut BAK erst ab Mitte 2021 wirklich erholen. (Symbolbild)

Im Gegensatz zum ersten Halbjahr 2020 dürfte sich die Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte gemäss BAK etwas erholt haben. Eine wirkliche Verbesserung erwarten die Ökonomen aber erst Mitte 2021.

(dpo) Nach dem heftigen Einbruch im ersten Halbjahr 2020 wurde die Wirtschaft mit den Lockerungen der Coronaschutzmassnahmen wieder etwas angekurbelt. So konnte im dritten Quartal gemäss BAK Economics mehr als zwei Drittel des Einbruchs wieder kompensiert werden. Allerdings ist der weitere Ausblick weiterhin durch die Pandemie getrübt. «Der Weg für eine nachhaltige Erholung ist noch nicht geebnet», wie Alexis Bill-Körber vom Prognoseinstitut an einer Online-Medienkonferenz am Donnerstag sagte.

Im laufenden Jahr erwarten die Ökonomen von BAK einen Rückgang des Bruttoinlandproduktes (BIP) um 3,8 Prozent. Damit korrigiert das Institut seine bisherige Prognose vom September (-4.5 Prozent) zwar etwas nach oben. Dafür prognostiziert das Institut für 2021 mit 3,6 Prozent ein etwas verhalteneres Wachstum als zuvor (3,7 Prozent).

Aussichten bleiben weiterhin harzig

Für das Schlussquartal 2020 rechnet BAK ein weiteren Rückgang des BIP um 0,6 Prozent oder 1,1 Milliarden Franken. Eine deutliche Entspannung erwartet das Institut erst ab Mitte 2021, wenn voraussichtlich ein Impfstoff für die breite Bevölkerung zur Verfügung stehen dürfte. Bis dahin werde es «harzig» bleiben, bilanzierte Alexis Bill-Körber.

Dieser verhaltene Wirtschaftsausblick beeinflusst auch die Prognosen zum hiesigen Arbeitsmarkt. So rechnet BAK damit, dass die Arbeitslosenquote im kommenden Jahr auf 4,1 Prozent steigen und erst 2022 sich auf
3 Prozent einpendeln wird.

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