Energie

Alpiq verkauft zwei Kohlekraftwerke – höhere Preise für CO2-Emissionen hatten ihren Wert gesenkt

Der Energiekonzern Alpiq verkauft seine beiden tschechischen Kohlekraftwerke Kladno und Zlín für rund 310 Mio Franken. (Symbolbild)

Der Energiekonzern Alpiq verkauft seine beiden tschechischen Kohlekraftwerke Kladno und Zlín für rund 310 Mio Franken. (Symbolbild)

Der Oltner Energiekonzern Alpiq trennt sich von den beiden tschechischen Kohlekraftwerken Kladno und Zlín. Sie werden zum Preis von rund 280 Millionen Euro (rund 310 Mio Franken) an die Sev.en Energy Group verkauft.

Der Verkauf wurde zu einem Preis von rund 280 Millionen Euro beschlossen, also etwa 310 Millionen Franken. Käufer ist das tschechische Unternehmen «Sev.en Energy Group». Alpiq rechnet mit einem Nettozugang an flüssigen Mitteln von rund 250 Millionen Euro. Das konsolidierte Eigenkapital von Alpiq wird durch den Verkauf jedoch um circa 180 Millionen abnehmen.

Diesen Effekt auf die Bilanz erklärt eine Alpiq-Sprecherin auf Anfrage vor allem mit den gestiegenen Preisen für CO2-Emissionen. Diese hatten sich im Vergleich zum Strompreis seit 2018 stark erhöht – und derzeit scheint der Anstieg dauerhaft zu sein. Alpiq musste daher die Kohlekraftwerke zu einem Preis verkaufen, der unter dem Buchwert von Ende 2018 liegt. Das wiederum schlägt negativ auf das Eigenkapital durch. Dennoch sei ein Verkauf ökonomisch sinnvoller als ein Weiterbetrieb.

Alpiq wollte offenbar die eigene Abhängigkeit vom CO2-Preis reduzieren. Der Energiekonzern spricht von einem «strategischen» Entscheid, der getroffen worden sei «im Hinblick auf eine zunehmend dekarbonisierte Energiewelt». Der eigene Kraftwerkpark stosse nun 60 Prozent weniger CO2 aus. Die neuen Mittel sollen in Wachstumsfelder eingesetzt werden und zur «weiteren Optimierung der Bilanz». Der Vollzug soll im zweiten Halbjahr 2019 erfolgen. Die tschechische Wettbewerbsbehörde muss noch einwilligen. (nav/sda)

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1