Im ersten halben Jahr 2019 steht die Abspaltung der Augenheilsparte Alcon an. Und auch bei der weiterhin darbenden Generika-Sparte Sandoz hält Novartis am angekündigten Fahrplan fest. Sie soll zu einer eigenständigen Firma innerhalb von Novartis werden.

Eines der wichtigsten Themen im Geschäftsjahr 2019 wird die geplante Abspaltung von Alcon sein. Ende Februar werden die Aktionäre an der Generalversammlung über das Schicksal der Augenheilsparte abstimmen. Geplant ist, dass die Transaktion im zweiten Quartal 2019 abgeschlossen werden kann.

Die Novartis-Aktionäre erhalten für fünf Novartis-Aktien ein Alcon-Papier, so der Plan. Mit dem Herauslösen von Alcon will sich Novartis auf das Kerngeschäft konzentrieren. Dies wird zusätzlich unterstützt mit dem weiteren Überprüfen der geografischen Abdeckung der Generika-Tochter Sandoz.

Weniger Geld für Narasimhan

Wie gut das Vorhaben gelingt, wird für Vas Narasimhan zum Prüfstein. 2019 wird das erste Jahr sein, in dem er über das ganze Jahr hinweg an der Spitze des Unternehmens stehen wird. Für seine Arbeit 2018 kassierte er 6,68 Millionen Franken. «CEOs werden in der Pharma sehr gut bezahlt», sagt Narasimhan. Das sei aber nicht sein Antrieb. Sein Lohn liegt unter der Vergütung seines Vorgängers. Jimenez erhielt 2017 11,34 Millionen Franken.

Die Gesamtvergütung für die gesamte Geschäftsleitung hat sich hingegen stark erhöht, um fast 20 Millionen Franken. Das hat auch damit zu tun, dass Entschädigungen an vier Topmanager gezahlt wurden, die im vergangenen Jahr den Betrieb verliessen. Ihnen wurden rund 14 Millionen Franken ausbezahlt.

Novartis-CEO: «Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis»

Novartis-CEO: «Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis»

Novartis ist im vergangenen Jahr in etwa wie erwartet gewachsen. Dazu hat vor allem die Pharmasparte mit ihren Blockbustern beigetragen. Die Dividende wird der Konzern leicht erhöhen. CEO Vas Narasimhan nimmt im Gespräch mit AWP Stellung zum Jahresergebnis 2018.

Das 2018 angekündigte Wachstum hat das Unternehmen erreicht. Der Nettoumsatz stieg um 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf nun 51,9 Milliarden Dollar. Vor allem die Division Innovative Medicines war erfolgreich: plus 8 Prozent. Getrieben wurde dieses Plus von der Arznei Cosentyx, ein Mittel gegen Schuppenflechte.

Für das nächste Jahr erhofft sich Novartis auch vom Krebsmittel Kymriah einen gesteigerten Anteil am Umsatz, nach Anfangsschwierigkeiten bei der Produktion. In diesem Zusammenhang müssten aber die Gesundheitssysteme angepasst werden, sagt Narasimhan. Kymriah wird nur einmal verabreicht, ist aber sehr teuer, worauf die Systeme nicht vorbereitet seien.

Weniger gut ist das Resultat bei Sandoz. Dort sank der Nettoumsatz auf 9,9 Milliarden Dollar, was einem Minus von 2 Prozent entspricht. Das operative Ergebnis sank derweil um 5 Prozent. Überraschend hoch ist der Reingewinn. Das Plus von 64 Prozent auf 12,6 Milliarden Dollar kann aber erklärt werden. Darin enthalten ist ein Nettogewinn von 5,7 Milliarden Dollar der Beteiligung am Consumer-Healthcare-Geschäft.

Für das nächste Jahr erwartet Novartis, dass der Nettoumsatz im mittleren einstelligen Prozentbereich wächst. Das hat an der Börse für verhaltene Reaktionen gesorgt. Die Aktie bewegte sich den ganzen Tag im Minus und schloss leicht schwächer als am Tag zuvor.