Im Hinblick auf die Kapazität stellen sie einen neuen Weltrekord auf: 10'000 Megawatt Strom sollen die beiden Langstrecken-Ultrahochspannungsübertragungsleitungen (UHGÜ-Leitungen) je übetrtragen. Eine Leitung ist 1609 Kilometer, die andere 1231 Kilometer lang. Die ABB hat einen Grossauftrag im Wert von mehr als 300 Millionen US-Dollar für die Lieferung von hoch entwickelten Konvertertransformatoren für die beiden UHGÜ-Leitungen erhalten. Die neuen 509-Megavoltampere Transformatoren sollen die Übertragungskapazität auf ein bisher unerreichter Niveau heben.

Ein hochentwickelter Konvertertransormator der ABB.

Ein hochentwickelter Konvertertransormator der ABB.

Die UHGÜ-Leitungen und die Konvertertransformatoren sind Teil eines Projekts zu Stromübetragung aus der Inneren Mongolei als Alternative zum Transport von Millionen Tonnen Kohle zu entfernten Kohlekraftwerken. Insgesamt zielt das Projekt darauf ab, die CO2-Emissionen um etwa 220 Millionen Tonnen zu verringern und den umweltschädlichen Ausstoss von rund 140'000 Tonnen Rauch und Staub zu verhindern.

«Unsere Ultrahochspannungstechnologien ermöglichen es Ländern wie China, Strom über immer grössere Distanzen mit minimalen Verlusten und uneingeschränkter Zuverlässigkeit zu übertragen», sagt Claudio Facchin, Leiter der Division Stromnetze der ABB. Das macht durchaus Sinn, da viele grosse Verbraucherzentren Chinas im Osten und Südosten des Landes liegen während sich die Energieressourcen im Westen und Nordwesten befinden. Die Übertragung grosser Strommengen im hohen Spannungsbereich ist wesentlich effizienter, da der Übertragungsverlust des Stromes kleiner ist. (dh)