Marktvergleich

155 Schweizer Kreditkarten im Vergleich – das sind die günstigsten

Neue «Gratis-Kreditkarten» bringen frischen Wind in den Markt.

Neue «Gratis-Kreditkarten» bringen frischen Wind in den Markt.

Die Auswahl an Kreditkarten und der Kampf um die Kunden nimmt zu. Dadurch werden auch die Unterschiede zwischen den Kreditkartenangeboten grösser. Vergleichen lohnt sich.

Der Schweizer Vergleichsdienst Moneyland hat die Gebühren, Leistungen und Gesamtkosten von 155 Schweizer Kreditkarten für die ersten zwei Jahre verglichen.

Dabei seien die Unterschiede aufgrund neuer «Gratis-Kreditkarten» und Multiwährungskarten grösser geworden und auch der Druck von ausländischen Kartenanbietern sei spürbar.

Mehrere Hundert Franken Sparpotenzial pro Jahr

Welches die individuell günstigste Kreditkarte sei, hänge stark vom Nutzungsprofil ab: Gelegenheis- oder Vielnutzer bzw. primär Inland- oder Auslandnutzer. Beachten sollte man zudem, welche Zusatzleistungen (Cashback, Reiseversicherung, Bonuspunkte, Flugmeilen etc.) enthalten sind.

Gelegenheitsnutzer könnten in den ersten zwei Jahren 540 Franken sparen, wenn sie von der teuersten zur günstigsten Karte wechseln würden (ohne Berücksichtigung von Platinum-Karten). Für Vielnutzer betrage das maximale Sparpotenzial 935 Franken in den ersten zwei Jahren, mit Berücksichtigung von Platinum-Karten sogar fast 1900 Franken.

Für Gelegenheitsnutzer bietet sich die Cashback-Kreditkarte «American Express» von Swisscard an, gefolgt von der CoopSupercard Mastercard/Visa, der Migros Cumulus-Mastercard und der Visa/Mastercard von Swisscard. Alle diese Karten haben keine Jahresgebühren.

«American Express» von Swisscard sei aktuell aufgrund der hohen Cashback-Vergünstigung am günstigsten (minus 11.60 Franken für die ersten zwei Jahre).

Die folgende Tabelle zeigt die aktuell günstigsten Schweizer Standard-Kreditkarten (ohne Prepaid-Kreditkarten) für Gelegenheitsnutzer:

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Bei Vielnutzern schneidet im Kostenvergleich der Standard-Kreditkarten (ohne Prepaid-Kreditkarten) ebenfalls die Cashback-Kreditkarte «American Express» von Swisscard am besten ab, dies dank aktuell hoher Cashback-Vergünstigung. Attraktiv ist auch die Multiwährungskarte «Silber» der Online-Bank Swissquote:

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Die vollständige Kreditkarten-Vergleich (inklusive Prepaid-Kreditkarten) finden Sie hier (PDF-Datei).

Neue Karten mischen den Markt auf

Frischen Wind in den Markt bringen die neuen Gratis-Kreditkarten von Swisscard und TopCard (UBS), welche die alte Coop Supercardplus von Swisscard ablösten. Swissquote wiederum lancierte Multiwährungskarten mit zwölf unterschiedlichen Währungen. 

Für Gelegenheitsnutzer können auch Prepaid-Kreditkarten interessant sein.

Die folgende Tabelle zeigt die aktuell günstigsten Schweizer Prepaid-Kreditkarten: (ohne ausländische Anbieter).

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Prepaid-Karten von ausländischen Anbietern wie Revolutund TransferWise sind vor allem für den Einsatz im Ausland gedacht. Sie bieten meistens günstigere Wechselkurse und geringere Fremdwährungsgebühren, was die Nutzung als alternative Zusatzkarte für Auslandkäufe sinnvoll mache. Allerdings wird empfohlen für Ferienaufenthalte sicherheitshalber auch eine Schweizer Kredit- und Debitkarte mitzuführen.

Der Grund: Revolut etwa ist eine Prepaid-Karte, die (noch) nicht die gleiche Akzeptanz bekannter Kreditkarten hat. Bei der Anmietung von Mietwagen und zum Teil auch in Hotels werden echte Kreditkarten als Sicherheit verlangt.

Weitere «mögliche Nachteile gegenüber Schweizer Karten sind das Fehlen einer Schweizer Einlagensicherung sowie der Umstand, dass das Guthaben jeweils im Voraus aufgeladen werden muss», schreibt Moneyland. Auch hätten viele Schweizer Kreditkarten diverse Zusatzleistungen wie Reiseversicherungen, Bonuspunkte, Flugmeilen und anderes.

So tappen Sie nicht in die Gebührenfalle

Damit in der Ferienzeit keine unangenehmen Überraschungen nach der Heimreise warten, raten die Experten auf keinen Fall im Ausland Bargeld mit einer Schweizer Kreditkarte zu beziehen. Dabei fielen meist hohe Gebühren an. Günstiger sei da der Bargeldbezug mit einer Debitkarte oder EC-Karte.

Ebenfalls zu vermeiden gelte das Bezahlen in Schweizer Franken. Daher sollte wenn immer möglich im Ferienland in der Landeswährung gezahlt werden. Auch das Begleichen von grösseren Beträgen per Debitkarte sei im Ausland in der Regel günstiger als mit Kreditkarten.

Wer mit Mobile-Payment-Diensten wie Apple Pay, Google Pay, Samsung Pay, Fitbit Pay etc. im Ausland bezahle, könne ebenfalls in die Gebührenfalle tappen. Wie hoch die Kosten sind, hängt von der hinterlegten Kreditkarte ab. Daher gilt: «Während Einkäufe in der Schweiz mit allen Mobile-Payment-Diensten gratis sind, können bei Einkäufen im Ausland, also auch mit Apple Pay & Co., hohe Gebühren anfallen», warnt Moneyland. (oli/sda/awp) 

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