Die besten Aussagen des «TalkTäglich» zum Thema Djokovic und seine Einreise in Australien.

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«TalkTäglich»
«Sein Problem: Er hat kein Unrechtsbewusstsein»: Drei Sportjournalisten zum Fall Djokovic in Australien

Die Empörung über Tennisstar Novak Djokovic ist gross: Das Visum des Weltranglistenersten für das Australian Open wurde für ungültig erklärt, nun sitzt der 34-Jährige fest. Der Fall Djokovic sorgt für eine heftige Kontroverse in der Tenniswelt. Hat Australien richtig entschieden? Die Diskussion im «TalkTäglich».

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Ist Tennisstar Novak Djokovic ein Opfer oder der Täter im Fiasko, das sich rund um die Australian Open ereignet hat? Darüber diskutieren der ehemalige Tennis-Kommentator, Stefan Bürer, der Tennisjournalist bei CH Media, Simon Häring sowie Sportjournalist bei der «Weltwoche», Thomas Renggli im «TalkTäglich». Doch die Frage ist offenbar nicht so einfach zu beantworten.

«Er hätte es erwarten müssen», lautete zwar der Grundton der drei Sportjournalisten. «Er hätte sich impfen lassen können und jetzt muss er mit den Konsequenzen umgehen können, auch wenn er eine Ausnahmebewilligung hatte», sagt etwa Bürer. Es sei vielmehr ein Konflikt zwischen der Politik und dem Sport, behauptet Renggli hingegen. «Die Veranstalter wollen, dass Djokovic antritt. Er wäre sicher nicht im Flieger gesessen, wenn er nicht gewusst hätte, was auf ihn zukommt.»

Spielball der Politik oder Ironie des Schicksals?

Aber doch sei es naiv gewesen von Djokovic, zu glauben, er könne trotz der strikten Einreiseregeln von Australien einfach so einreisen, so Renggli weiter. Dem entgegnet Simon Häring: Es sei zwar naiv gewesen. Aber Djokovic sei im Glauben angereist, die Voraussetzungen zu erfüllen. Doch dann sei die grosse Empörung durch das Land gefegt, sodass der Premierminister intervenieren musste. «Insofern ist Djokovic auch ein Spielball der Politik.»

Als Opfer will ihn Renggli denn auch nicht sehen, nach dem was er sich auf der Adria Tour geleistet habe. «Er hat dort das Coronavirus negiert und insofern ist es Ironie des Schicksals.» Da hängt auch Häring ein.

«Er hat kein Unrechtsbewusstsein, das ist sein Problem.»

Doch welche Auswirkungen könnte das auf seine zukünftige Karriere haben? Häring und Bürer sind überzeugt, dass Djokovic nicht an den Australian Open antreten wird und je nachdem auch seinen Nummer 1 Titel verlieren könnte. Weiter könnten ihm auch zukünftige Turnierveranstalter ebenfalls das Leben schwer machen, mutmasst Häring. «Die Situation jetzt ist in diesem Sinne wegweisend.»

Schauen Sie die ganze Sendung hier:

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