Wahlen
Jean-Pierre Gallati (SVP) beerbt Franziska Roth – im Fotofinish gegen Yvonne Feri

Die SVP verteidigt ihren zweiten Regierungsratssitz ganz knapp. Jean-Pierre Gallati (SVP) gewinnt im zweiten Wahlgang vor Sozialdemokratin Yvonne Feri.

Eva Berger
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Der Regierungsrat wieder komplett: Staatsschreiberin Vincenza Trivigno, Markus Dieth, Urs Hofmann, Stephan Attiger, Alex Hürzeler und Jean Pierre Gallati.

Der Regierungsrat wieder komplett: Staatsschreiberin Vincenza Trivigno, Markus Dieth, Urs Hofmann, Stephan Attiger, Alex Hürzeler und Jean Pierre Gallati.

Fabio Baranzini

Es war knapp. Yvonne Feri und Jean-Pierre Gallati lieferten sich am gestrigen Wahlsonntag ein Kopf-an-Kopf-Rennen für die Wahl des fünften Regierungsratssitzes. Nach neun ausgezählten Gemeinden lag Gallati knapp vorne, dann holte Feri auf, gewann unter anderem in Buchs, Bremgarten und Brugg, bevor Gallati wiederum vor allem kleinere Gemeinden für sich entschied. Am Schluss nützte es Yvonne Feri auch nichts mehr, dass sie in Aarau und Baden obenaus schwang.

Es blieb beim Achtungserfolg für die SP-Nationalrätin, letztlich konnte Gallati jubeln, der für die SVP den zweiten Sitz im Regierungsrat zurückholt. Nachdem Franziska Roth letzten Frühling zuerst aus der SVP ausgetreten und wenig später aus dem Regierungsrat zurückgetreten ist, präsentiert sich die Aargauer Regierung jetzt parteipolitisch also wieder so wie nach den kantonalen Wahlen vom Herbst 2017: mit zwei SVP-Vertretern und je einem aus SP, CVP und FDP. Etwas aber hat sich verändert: Der Regierungsrat besteht erstmals seit 2008 wieder aus fünf Männern.

Das Regierungsratsfoto nach dem zweiten Wahlgang vom 24. November: Staatsschreiberin Vincenza Trivigno , Landstatthalter Markus Dieth, Landammann Urs Hofmann, Regierungsrat Stephan Attiger, Regierungsrat Alex Huerzeler und Neo-Regierungsrat Jean-Pierre Gallati,
17 Bilder
Das offizielle Foto der Regierung nach dem Rücktritt von Franziska Roth: Regierungsrat Stephan Attiger, Landstatthalter Dr. Markus Dieth, Landammann Dr. Urs Hofmann, Regierungsrat Alex Hürzeler und Staatsschreiberin Vincenza Trivigno
Das Regierungsratsfoto 2019 bei der Linner Linde. Von Links: Staatsschreiberin Vincenza Trivigno, Regierungsrat Stephan Attiger, Landstatthalter Dr. Markus Dieth, Landammann Dr. Urs Hofmann, Regierungsrat Alex Hürzeler und Regierungsrätin Franziska Roth
Aargauer Regierungsrat: Regierungsfoto 2018 Staatsschreiberin Vincenza Trivigno, Regierungsrat Dr. Markus Dieth (CVP), Landstatthalter Dr. Urs Hofmann (SP), Landammann Alex Hürzeler (SVP), Regierungsrat Stephan Attiger (FDP) und Regierungsrätin Franziska Roth (SVP).
Regierungsfoto 2017 Staatsschreiberin Vincenza Trivigno, Regierungsrat Dr. Markus Dieth (CVP), Landstatthalter Alex Hürzeler (SVP), Landammann Stephan Attiger (FDP), Regierungsrat Dr. Urs Hofmann (SP) und Regierungsrätin Franziska Roth (SVP).
Aargauer Regierungsfoto fürs Jahr 2016 Staatsschreiber Peter Grünenfelder, Regierungsrat Urs Hofmann, Landstatthalter Stephan Attiger, Frau Landammann Susanne Hochuli, Regierungsrat Roland Brogli, Regierungsrat Alex Hürzeler (v.l.)
Aargauer Regierungsfoto 2015 Staatsschreiber Peter Grünenfelder, Regierungsrat Alex Hürzeler (SVP), Landammann Urs Hofmann (SP), Landstatthalterin Susanne Hochuli (Grüne) und den Regierungsräten Stephan Attiger (FDP) und Roland Brogli (CVP).
Das Regierungsratsfoto für 2014 Auf der Wendeltreppe vor dem Aargauer Kunsthaus: Peter Grünenfelder (Staatsschreiber), Alex Hürzeler, Urs Hofmann, Roland Brogli, Susanne Hochuli und Stephan Attiger.
Der Aargauer Gesamtregierungsrat 2013 Staatsschreiber Peter Grünenfelder, Regierungsrätin Susanne Hochuli (Grüne), Landstatthalter Roland Brogli (CVP), Landammann Alex Hürzeler (SVP), Regierungsrat Urs Hofmann (SP) und Regierungsrat Stephan Attiger (FDP).
So präsentiert sich der Aargauer Regierungsrat auf dem offiziellen Foto 2012 Staatsschreiber Peter Grünenfelder, Roland Brogli (CVP), Alex Hürzeler (SVP), Susanne Hochuli (Grüne), Peter C. Beyeler (FDP) und Urs Hofmann (SP).
Fürs offizielle Foto 2011 liess sich der Aargauer Regierungsrat im Aarauer Bahnhof ablichten. Staatsschreiber Peter Grünenfelder, Regierungsrat Roland Brogli, Frau Landstatthalter Susanne Hochuli, Landammann Urs Hofmann, Regierungsrat Peter C. Beyeler, Regierungsrat Alex Hürzeler. (v.l.)
Der Aargauer Regierungsrat 2010 Staatsschreiber Peter Grünenfelder, Roland Brogli (CVP), Urs Hofmann (SP), Peter C. Beyeler (FDP), Susanne Hochuli (Grüne) und Alex Hürzeler (SVP).
Aargauer Regierungsrat 2009 Staatsschreiber Peter Grünenfelder, Alex Hürzeler (SVP), Peter C. Beyeler (FDP), Susanne Hochuli (Grüne), Roland Brogli (CVP) und Urs Hofmann (SP).
Aargauer Regierungsrat 2008 Hinten: Rainer Huber (CVP), Kurt Wernli (parteilos), Ernst Hasler (SVP) und Staatsschreiber Peter Grünenfelder. – Vorne Peter C. Beyeler (FDP) und Roland Brogli (CVP).
Aargauer Regierungsrat 2007 Staatsschreiber Peter Grünenfelder, Rainer Huber (CVP), Kurt Wernli (parteilos), Ernst Hasler (SVP), Peter C. Beyeler (FDP) und Roland Brogli (CVP).
Aargauer Regierungsrat 2006 Roland Brogli (CVP), Peter C. Beyeler (FDP), Kurt Wernli (parteilos), Ernst Hasler (SVP) und Rainer Huber (CVP) und Staatsschreiber Peter Grünenfelder.
Aargauer Regierungsrat 2005 Vorne: Ernst Hasler (SVP), Rainer Huber (CVP) und Kurt Wernli (parteilos). Hinten: Staatsschreiber Peter Grünenfelder, Peter C. Beyeler (FDP) und Roland Brogli (CVP).

Das Regierungsratsfoto nach dem zweiten Wahlgang vom 24. November: Staatsschreiberin Vincenza Trivigno , Landstatthalter Markus Dieth, Landammann Urs Hofmann, Regierungsrat Stephan Attiger, Regierungsrat Alex Huerzeler und Neo-Regierungsrat Jean-Pierre Gallati,

WALTER BIERI

Gallati verliert in seiner Wohngemeinde Wohlen

Jean-Pierre Gallati wurde insgesamt 77'462 Mal auf den Wahlzettel geschrieben, Feri 75'869 Mal. Nach dem ersten Wahlgang war der Unterschied zwischen den Kandidierenden von SP und SVP noch klar grösser gewesen, was Gallati erst recht die Favoritenrolle einbrachte: Am 20. Oktober holte er 63'830 Stimmen, die zweitplatzierte Yvonne Feri 19'000 weniger. Sie hat demnach also einiges gut gemacht auf ihren Konkurrenten.

Es waren die urbaneren Gebiete, wo links vor rechts zählte. In den Bezirken Aarau, Baden, Brugg und Rheinfelden hatte Yvonne Feri die Nase vorn. In Aarau, dem Bezirk mit der höchsten Stimmbeteiligung (44,23 Prozent), liess die Sozialdemokratin den SVPler um über 2200 Stimmen hinter sich, nur leicht kleiner war der Unterschied in Baden. Jean-Pierre Gallati punktete im Gegenzug am deutlichsten im Bezirk Kulm (rund 2000 Stimmen mehr als Feri).

Eng wurde es für Feri in ihrer Wohngemeinde. In Wettingen gaben ihr 2628 Wählerinnen und Wähler ihre Stimme, das sind lediglich 405 mehr, als an Jean-Pierre Gallati gingen. Eine mögliche Erklärung ist, dass Yvonne Feri als ehemalige Sozialvorsteherin Wettingens Kritik ausgesetzt war.

Yvonne Feri

Yvonne Feri

Alex Spichale
Ich konzentriere mich jetzt auf mein Amt als Nationalrätin. Darauf freue ich mich.

(Quelle: Yvonne Feri, Nationalrätin SP)

Aber auch für Jean-Pierre Gallati ist die Wohngemeinde ein hartes Pflaster. In Wohlen erhielt Feri sogar mehr Stimmen (1631) als Gallati (1422). In Wohlen sind die Fronten zwischen Gallati und dem Lager um den ehemaligen Gemeindeammann Walter Dubler nach wie vor verhärtet.

Gesamterneuerungswahlen bereits in einem Jahr

Knapp hin oder her, natürlich sei sie enttäuscht, die Wahl nicht geschafft zu haben, sagte Feri nach Bekanntgabe des Resultats. Zwar freue sie sich über die grosse Unterstützung, konzentriere sich jetzt aber auf ihr Amt als Nationalrätin, in welchem sie am 20. Oktober bestätigt worden ist.

Das war der gestrige Wahlsonntag in Bildern:

Die Bilder vom zweiten Wahlgang: Jean-Pierre Gallati an seiner Wahlfeier im Wohler Casino. Er wurde von zwei Damen in Freiämtertracht eskortiert.
42 Bilder
Zu den Gratulanten gehörte auch der ehemalige Bettwiler Gemeindeammann Wolfgang Schibler.
SVP-Grossrat Daniel Wehrli mach ein Selfie mit dem neuen Regierungsrat.
Jean-Pierre Gallati erhält vom Wohler SP-Gemeindeammann Arsène Perroud Blumen und einen Yogagutschein.
Hansjörg Knecht erhält an seiner Wahlfeier in Leibstadt von René und Karin Hüsler aus Gansingen einen Eigenbrand mit Ständerats-Etikette.
Thierry Burkart (mit dem Rücken zur Kamera) feiert in der Badener Almodo-Bar.
Maja Riniker überreicht dem neuen Ständerat ein Geschenk. Dank seiner Wahl rutscht sie in den Nationalrat nach.
Hier mit FDP-Kantonalpräsident Lukas Pfisterer.
Thierry Burkart nimmt Glückwünsche entgegen.
Die Feier mit den Badener Kandidierenden findet auf dem Schlossbergplatz statt.
Thierry Burkart (Mitte) mit dem Badener Regierungsrat Stephan Attiger (Zweiter von links) und den beiden Co-Präsidenten der FDP Baden, Tobi Auer (ganz links) und Oliver Steger (ganz rechts) sowie FDP-Stadtrat Philippe Ramseier.
Thierry Burkart erhält ein Geschenk von Badens Stadtammann Markus Schneider.
Auch die Spanischbrödlizunft feiert Ständerat Burkart.
Der Stadtammann mit den beiden Ständeratskandidatinnen aus Baden: Ruth Müri (links) und Marianne Binder (rechts).
Thierry Burkart mit der Badener Stadträtin und unterlegenen Ständeratskandidatin Ruth Müri.
In den Nationalrat hat sie es geschafft, in den Ständerat nicht: Marianne Binder.
Am Nachmittag geht es zu den Wahlfeiern – Thierry Burkart ist hier zurück am Bahnhof von Baden, seiner Wohngemeinde.
Händeschütteln und Gratulationen: In Baden versammelt sich am Sonntagnachmittag die ganze Aargauer Politprominenz. Thierry Burkart hier mit Ehrenbürger Sepp Schmid.
Die drei Gewählten mit Blumenstrauss: Jean-Pierre Gallati, Thierry Burkart und Hansjörg Knecht.
Die drei Gewählten mit Landstatthalter Markus Dieth (links aussen) und Bildungsdirektor Alex Hürzeler (rechts aussen).
Die neuen Aargauer Ständeräte: Thierry Burkart und Hansjörg Knecht.
Jean-Pierre Gallati hat die Wahl gegen Yvonne Feri knapp gewonnen.
Landammann Urs Hofmann gratuliert Hansjörg Knecht.
Die Aargauer Regierung ist wieder komplett ...
Staatsschreiberin Vincenza Trivigno , Landstatthalter Markus Dieth, Landammann Urs Hofmann, Regierungsrat Stephan Attiger, Regierungsrat Alex Hürzeler und Regierungsrat Jean-Pierre Gallati.
Nicht gewählt: Marianne Binder (CVP) kommt bei der Ständeratswahl auf Platz 3.
Nicht gewählt: Ruth Müri (Grüne) landet auf Platz 4 bei der Ständeratswahl.
Der Aargauer SVP-Präsident Thomas Burgherr kann sich freuen.
Die neu gewählten Regierungs- und Ständeräte (mit Blumenstrauss, von links: Jean-Pierre Gallati, Thierry Burkart, Hansjörg Knecht) bei der offiziellen Ehrung durch Landammann Urs Hofmann (ganz links) und Landstatthalter Markus Dieth (zweiter von links).
Die neue Aargauer Vertretung im Ständerat: Thierry Burkart (FDP) und Hansjörg Knecht (SVP).
Thierry Burkart (FDP) strahlt nach seiner Wahl in den Ständerat.
Auch Hansjörg Knecht (SVP) freut sich über seine Wahl ins Stöckli.
Jean-Pierre Gallati (SVP) gewinnt die Regierungsratswahl hauchdünn: Er erhält 77'462 Stimmen.
"Die Freude ist gross", sagt er in einer ersten Stellungnahme.
Vor dem Wahlsonntag - die sechs Kandidaten für Regierungsrat und Ständerat von links: Thierry Burkart (FDP), Marianne Binder (CVP), Hansjörg Knecht (SVP) und Ruth Müri wollen in den Ständerat; Jean-Pierre Gallati (SVP) und Yvonne Feri (SP) in den Regierungsrat.
Thierry Burkart und Hansjörg Knecht machen im ersten Wahlgang die zwei besten Resultate bei der Ständeratswahl.
Ruth Müri ist die grüne Hoffnung bei der Ständeratswahl. Cédric Wermuth zog sich zurück, um ihre Chancen auf eine Wahl zu erhöhen.
Marianne Binder ist die zweite Kandidatin bei der Ständeratswahl.
Yvonne Feri oder Jean-Pierre Gallati wird am Sonntag in den Regierungsrat gewählt.
Aktuell ist die Aargauer Regierung unterbesetzt - nach dem Rücktritt von Franziska Roth fehlt ein Mitglied. Von links: Regierungsrat Stephan Attiger, Landstatthalter Dr. Markus Dieth, Landammann Dr. Urs Hofmann, Regierungsrat Alex Hürzeler und Staatsschreiberin Vincenza Trivigno
Das war das offizielle Regierungsratsfoto Anfang 2019 bei der Linner Linde. Von links: Staatsschreiberin Vincenza Trivigno, Regierungsrat Stephan Attiger, Landstatthalter Dr. Markus Dieth, Landammann Dr. Urs Hofmann, Regierungsrat Alex Hürzeler und Regierungsrätin Franziska Roth

Die Bilder vom zweiten Wahlgang: Jean-Pierre Gallati an seiner Wahlfeier im Wohler Casino. Er wurde von zwei Damen in Freiämtertracht eskortiert.

Michael Würtenberg

Bereits am 18. Oktober 2020 stehen im Aargau Gesamterneuerungswahlen für den Regierungsrat an. Ob sie dann zum dritten Mal antreten wird für ihre Partei, liess die Wettingerin gestern offen. Das knappe Resultat zeige, dass sich ein grosser Teil der Bevölkerung mehr linke Politik wünsche, teilte die kantonale SP mit. Zudem werde eine reine Männerregierung von vielen Stimmberechtigten nicht hingenommen.

Aber: Sie sei stolz auf das Resultat ihrer Kandidatin, sagte SP-Präsidentin Gabriela Suter. Der knappe Ausgang zeige, dass Yvonne Feri weit über das linke Lager hinaus überzeugt habe. «Ihre Erfahrung wurde honoriert», so Suter. Dass Gallati trotzdem mehr Wählerinnen und Wähler mobilisieren konnte, könnte an der tiefen Wahlbeteiligung von 37,4 Prozent liegen, mutmasst sie.

Für Suter ist klar, dass die SP für die Regierungsratswahl in einem Jahr wieder antreten wird. Wie die Strategie dann aussehen wird, ist aber noch nicht bekannt. Seit einiger Zeit steht auch die Frage im Raum, ob Urs Hofmann noch einmal zur Wahl antreten wird.

Mehr Freude am Resultat hatte gestern Sonntag SVP-Präsident Thomas Burgherr. War er nach den Nationalratswahlen vom 20. Oktober angesichts der herben Verluste zerknirscht, so freute er sich gestern über die Wahl von Jean-Pierre Gallati und dem gleichzeitigen Erfolg von Hansjörg Knecht bei der Wahl in den Ständerat umso mehr: «Jetzt sind wir in alter Stärke zurück», sagte er und betonte: «Wir haben wieder zwei starke Regierungsräte.»

Jean-Pierre Gallati übernimmt wahrscheinlich das DGS

Am 4. Dezember werden die Departemente verteilt, wie Landammann Urs Hofmann am Rande der Feier für die Neugewählten erklärte. Dass Jean-Pierre Gallati das Departement Gesundheit und Soziales (DGS) übernehmen wird, gilt allerdings als unbestritten. Sicher ist, dass Gallati am 2. Dezember nach Bern fährt und eine Session als Nationalrat absolvieren wird. Dann wird dieser Sitz von Bauernverbandspräsident Alois Huber übernommen – er wurde am 20. Oktober auf den zweiten Ersatzplatz gewählt.

Das erwartet den neuen Regierungsrat

Jean-Pierre Gallati wird aller Wahrscheinlichkeit nach das Departement Gesundheit und Soziales (DGS) übernehmen. Zahlreiche Dossiers müssen dort dringend angegangen werden:

- Spital-Neubau: Das Kantonsspital Aarau plant einen Neubau für mehrere hundert Millionen Franken. Der Gesundheits- und der Finanzdirektor begleiten das Projekt eng.

- Strategie: Das Gesundheitsdepartement verfügt über keine strategische Grundlage. Es wird Aufgabe des neuen Vorstehers sein, die gesundheitspolitische Gesamtplanung aus dem Jahr 2010 zu überarbeiten. Diese soll die künftige Strategie vorgeben.

- Spitalgesetz: Sobald die neue gesundheitspolitische Gesamtplanung vorliegt, soll die Totalrevision des kantonalen Spitalgesetzes angegangen werden. Grundsatzfragen waren in der Vernehmlassung umstritten. (eva/nla)