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Nein zur Goldinitiative!

Matthias Müller
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Die Forderungen der Goldinitiative, nämlich mind. 1/5 aller Aktiven dauerhaft in Gold zu halten sowie das Verkaufsverbot für Goldreserven auf alle Ewigkeit hinaus, bergen eine ungeahnte Sprengkraft in sich. Sie würden die bewährte Politik der SNB nicht nur torpedieren, sondern auch für politische Zwecke missbrauchen.

Gerade jetzt, in einer Zeit, in der sich die Schweiz weiterhin in einem sehr unsicheren weltwirtschaftlichen Umfeld bewegt, wo auch anhaltende Deflationsrisiken die Runde machen, benötigt die SNB maximale Handlungsfähigkeit! Sie muss imstande sein, rasch auf sich verändernde volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen zu reagieren. Das bedingt aber, dass die Nationalbank auf die gesamte Bandbreite geldpolitischer Instrumente zurückgreifen kann. Mit einer starren 20%-Regel und einem Verkaufsverbot würde dies aber verunmöglicht.

Unsere SNB hat ein klares Mandat: Sicherung der Preisstabilität. Sie hat ihre Aufgabe in den vergangenen Jahren bestmöglich und im Sinne der Gesamtbevölkerung erfüllt. Unter dem Deckmantel des Schutzes des Volksvermögens sollen aber die individuellen Anlageentscheidungen künftig per Bundesverfassung eingeschränkt werden. Das wäre ein Spiel mit dem Feuer!

Zum Schluss noch einige Facts: Die Schweiz verfügt weltweit über die höchsten Goldreserven pro Kopf. Uns allen geht es materiell besser als nie zuvor. Die Schulden wurden während den letzten Krisenjahren in Grenzen gehalten. Die SNB konnte durch die politische Unabhängigkeit und Flexibilität, die ihr das Gesetz zurzeit gewährt, das Euro-Kursverhältnis sichern und damit der BIP-tragenden Exportwirtschaft vorübergehend unter die Arme greifen.

Setzen wir das alles nicht auf's Spiel und stimmen deshalb geeint Nein zur Goldinitiative!

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