HSC Suhr Aarau
HSC Suhr Aarau startet erfolgreich in den März!

Lukas Wernli
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Bilder zum Leserbeitrag

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Foto Wagner, Siglistorf

Das SHL-Team des HSC Suhr Aarau ist mit einem 32:26-Auswärtssieg beim Kantonsrivalen TV Zofingen in den Monat März gestartet, in welchem den Tabellenführer vier weitere schwere Spiele erwarten.

Das Team vermochte dabei erstmals im Jahr 2014 auch die Startphase ausgeglichen zu gestalten, legte erst durch Mathias Kasapidis mit 1:0 vor, geriet danach zwar ab der siebten Spielminute ins Hintertreffen, liess sich dabei aber nie weiter als zwei Tore distanzieren. Diese Tatsache war ab der ersten Spielminute eng mit dem HSC-Torhüter André Willimann verbunden, der sich in starker Verfassung präsentierte und während sechzig Spielminuten auf konstant hohem Niveau parierte.

Dabei entschärfte der Schlussmann zahlreiche freie Wurfchancen der Gastgeber und gewann auch gleich das erste Siebenmeter-Duell gegen Samuel Schärer in der vierten Spielminute.

Schärer, Stierli und Hert bereiteten dem HSC Suhr Aarau aber grosse Mühen. Das Trio erzielte am Ende gemeinsam 20 der insgesamt 26 Zofinger Treffer und entnervte zuweilen die HSC-Abwehr mit schönem, effektivem Passspiel und sehenswerten Abschlüssen. So zum Beispiel der Treffer zum 9:7 durch Christoph Hert, der den Ball aus dem rechten Rückraum und auf Zuspiel von Stierli herrlich in den linken oberen Winkel hämmerte.

Dies blieb allerdings für fünf Minuten der letzte Treffer der Gastgeber. Angeführt von Captain Misha Kaufmann drehte der NLB-Leader das Spiel mit effektiven Angriffen und Abschlüssen innert dieser Zeit vom 7:9 zum 10:9 und zwang die Hausherren so, sich mittels Time-Out neu einzustellen.

Prompt wendete der Kantonsrivale das Blatt und führte nur eine Minute später wieder mit 12:10. Trotz weiterhin starkem Willimann im HSC-Tor zog der HSC Suhr Aarau daraufhin eine fatale Schwächephase ein, die im 11:15 durch Samuel Schärer mündete. Zur Pause lag das Team dann dank kurzem Zwischenspurt nur noch mit 13:15 im Hintertreffen.

Neben Willimann präsentierten sich Captain Misha Kaufmann und Kreisläufer Mathias Kasapidis in starker Verfassung. Letzterer erzielte im ersten Abschnitt vier blitzsaubere Tore aus vier Versuchen und zeigte sich zudem für mehrere herausgeholte Siebenmeterwürfe und Zeitstrafen verantwortlich. So zum Beispiel auch in der 22. Spielminute, als ihn Misha Kaufmann in Szene setzte, sodass Stierli zudem für zwei Minuten auf die Strafbank musste. Dies brachte dem starken Zofinger-Regisseur einen Rüffel seines Torhüters Niklaus Schöpfer ein, der ihn wehement aufforderte, Kasapidis bzw. das Kreisspiel des HSC Suhr Aarau endlich zu stoppen. Sinnbildich antwortete Stierli frustriert: "Ich probiers ja, Mann - aber es ist wirklich nicht so einfach!"

Im zweiten Abschnitt war dennoch mehr Konsequenz des NLB-Leaders gefordert, der fortan früh ohne Kasapidis auskommen musste, der kurz hintereinander mit zwei fragwürdigen Zeitstrafen bedacht wurde und so wegen der drohenden roten Karte zum Zuschauen verdammt war.

Von der Bank aus sah der nun als Motivator und Kreisläufer-Trainer für seine Ersatzspieler Remo Hochstrasser und Lukas Strebel fungierende Kasapidis, wie Captain Kaufmann in der 37. Spielminute zum 18:18 ausglich und die Abwehr fortan vollends griff. Die Abschlüsse der Zofinger landeten so in der Folge im Block oder wurden durch Willimann entschärft.

Patrick Romann, der sich wie das ganze Team von Spielminute zu Spielminute steigerte, brachte seine Farben dann erstmals mit zwei Toren in Front (20:18 in der 39. Spielminute), erhielt in der selben Aktion jedoch eine unerklärliche Zeitstrafe. Dies hielt den HSC-Express, der nun ins Rollen kam, jedoch nicht davon ab, weiter dezimiert bis auf 22:18 davon zu ziehen.

Der Gastgeber blieb in dieser Phase während sieben Spielminuten ohne Torerfolg, liess sich aber in der Folge (noch) nicht vollends abschütteln und wahrte mit dem 23:20 in der 45. Spielminute durch Hert den Anschluss an den HSC Suhr Aarau. Fünf Spielminuten, eine erneute Tempoverschärfung und konsequente, sehenswerte Aktionen und Abschlüsse später lag der HSC Suhr Aarau aber dann vorentscheidend mit 27:21 in Führung.

Am Ende gewann das Team von Trainer Patrik Fend dank einer starken zweiten Halbzeit, dem glänzend aufgelegten Torhüter André Willimann, dem während der ersten Halbzeit nicht zu stoppenden Mathias Kasapidis und Leitwolf Misha Kaufmann, der alle fünf Siebenmeter souverän verwandelte, mit 32:26 und verteidigte so verdient die NLB-Tabellenführung.

Diese wird dem Team bereits am kommenden Samstag, 8. März 2014 wieder streitig gemacht: Dann nämlich, wenn die Kadetten Espoirs ab 17.00 Uhr im Schachen gastieren und der punktgleiche Verfolger TV Endingen, der am Sonntag den TV Möhlin in der Badener Aue erwartet, auf einen HSC-Ausrutscher hofft. Das SHL-Team des HSC Suhr Aarau wird dann, gemeinsam mit seinen treuen Anhängern und deren sehr geschätzten Unterstützung wiederum alles daran setzen, die Tabellenführung mit einem weiteren Heimsieg zu verteidigen - HOPP HSC!

Die Stimme zum Spiel
von Torhüter André Willimann
"Klar, die erste Halbzeit könnte etwas besser laufen - aber im grossen Ganzen haben wir uns vor allem in der zweiten Halbzeit dann gefangen und konnten den TV Zofingen mit unserer physischen Stärke in die Knie zwingen!"

Auf die Frage, nach der Wichtigkeit seiner eigenen starken Leistung und deren Signalwirkung ans Team:
"Ich denke, dies war sehr sehr wichtig für uns alle. Für mich war es zugegebenermassen gar etwas überraschend, dass ich dabei viele freie Würfe entschärfen konnte, weil ich mich sonst vor allem im Positionsspiel und in Zusammenarbeit mit der Abwehr durch Paraden auszeichnen kann. Zum Glück konnten wir so in den entscheidenden Phasen gemeinsam den Unterschied machen!"

Auf die Frage, ob sich das Team bereits im Rhythmus befindet, oder diesen noch sucht:
"Ich denke schon, dass wir im Rhythmus sind, obwohl wir momentan noch Schwierigkeiten damit haben, jeweils gut in die Partie zu starten bzw. ins Spiel zu finden. Wir werden aber weiter daran arbeiten, geben weiter Vollgas und schauen von Spiel zu Spiel!"

TV Zofingen - HSC Suhr Aarau 26:32 (15:13)
Zofingen BZZ - 120 Zuschauer - SR: Anthamatten/Wapp, Del.: Llopart
TVZ: Schöpfer (1. - 37., 4 Paraden), Gloor (37. - 60., 3 Paraden), Achermann, Schweizer (1), Schärer (9/1), Stierli (4), Orsolic, Bovey, Friedli, Tatarinoff (1), Hert (7), Burgherr (3), Nieberg (1).
HSC: Willimann (1. - 60., 15 Paraden), Wyss (für 1 Penalty), Kasapidis (4), Suter (1), Romann (8), L. Strebel (2), Josic (8), Schelbert (2), M. Kaufmann (7), P. Strebel, J. Kaufmann, Hauller, Hochstrasser, Zuber.
Beste Spieler: Hert, Stierli, Schärer (TVZ), Willimann, Kasapidis, M. Kaufmann (HSC).