glp Grünliberale Partei Baden / Ennetbaden
Die Bewertung der glp Zur Anhörung der Stadt Baden betr. Vernehmlas-sung Schulhausplatz:

Die glp steht dem Projekt „Schulhausplatz" bedingt positiv gegenüber

Dominik Peter
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Die glp (Grünliberale Stadtpartei Baden) steht dem Projekt „Schulhausplatz" bedingt positiv gegenüber. Sie begrüsst die Ab-sicht, der Altstadt mehr Raum zu geben und die Erreichbarkeit für die Fussgänger zu fördern. Sie bezweifelt, ob dies für eine nachhaltige Stadtreparatur ausreicht. Die dreijährigen Bauphase wird auf die Altstadt negative Wirkung ausüben und könnte für eine zu lange Phase der Wiederbelebung verantwortlich sein. Dass den Bedürfnissen des Durchgangsverkehrs Priorität eingeräumt wird, ist nur bedingt nachvoll-ziehbar.

Die glp verlangt, dass die Bauprojekte der Stadt Baden untrennbar mit den vorgesehenen Investi¬tionen von 60 Mio für das Verkehrsmanage-ments des Kantons verankert werden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass Baden sich zubetoniert und der Verkehrsfluss in der Mellingerstrasse und der Innen¬stadt nicht genügend optimiert und somit die Lebensqualität beeinträchtigt wird. Die glp erklärt eine Erhebung, woher (Quelle) und wohin (Ziel) die Fahrzeuge unterwegs sind, als notwendig. Die Ergebnisse könnten eine grossräumige Umfahrung des Stadtkerns als plausible Lö-sung aufzeigen. Alle geplanten Massnahmen sollten folglich in ein Ge-samtsystem eingebettet werden, das einen verhältnismässigen Rückbau (Kreisel) erlaubt. Zu den den betroffenen Achsen im einzelnen: K 268 Mellingerstrasse, Bereich, Fussgängerübergang Klösterli-Hotel Linde bis Badener Tor. Vorgesehen sind zusätzliche Spuren als Stauraum auf der Höhe Badener Tor und Linde (Seite Primavista). Dies um einen Rückstau auf die Autobahn zu vermeiden und den Verkehrsfluss über den Schloss-bergtunnel in die Bruggerstasse (beide K117) zu gewährleisen.
Genügen die Stauräume im Spitzenverkehr nicht, sollen die Pförtneranla-gen ausser Betrieb gesetzt werden. Auswirkungen auf die übrigen Achsen und die Innenstadt müssen geprüft werden. K 273 Seminarstrasse, Brü-ckenkopf Ost Hochbrücke: Um den Verkehrsfluss stadtauswärts nach Wettingen zu verbessern, ist für die Linksabbieger eine separate unterirdi-sche Busrampe vom Schlossbergtunnel zum Brückenkopf vorgesehen. Kosten¬punkt: 20 bis 35 Mio (je nach Perimeter). Der Zubringer-öV, insbe-sondere die Anbindung an den Bahnhof Baden wird dadurch nicht be-günstigt. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis muss geprüft werden. Die Situation der Fussgänger und Velos ist mit Fragezeichen besetzt. Eine unterirdische Fussgängerebene soll die Erreichbarkeit verbessern. Auf der Verkehrs-ebene bleibt einzig der Fussgängerstreifen beim Brückenkopf bestehen. Damit wird der Langsamverkehr weitgehend in den Untergrund verbannt. Damit im Vorstadtbereich die Attraktivität der Fussgängerebene gewährleistet ist, sind Tageslicht ähnliche Verhältnisse - entsprechend der Visualisierung - und Ordnung und Sicherheit wesentlich. Der Veloverkehr hat eine stiefmütterliche Behandlung erfahren. Er findet auf unzumutbar langen Schlaufen auf verschieden Ebenen statt und im Tunnelbereich inmitten der Autospuren. Weitreichende Verbesserungen sind erwünscht. - Die glp wird sich zu den Teilbereichen dieses hochkomplexen Projektes in loser Folge äussern.