Niederbipp

Gesundheitszentrum öffnet seine Türen

Gut aufgehoben: Einblick ins Notfallzimmer des Niederbipper Gesundheitszentrums Jura Süd, das am Samstag seine Türen öffnete. Marcel Bieri

Gut aufgehoben: Einblick ins Notfallzimmer des Niederbipper Gesundheitszentrums Jura Süd, das am Samstag seine Türen öffnete. Marcel Bieri

Tag der offenen Tür im Gesundheitszentrum Jura Süd: 800 Besucher nutzten die Gelegenheit zu einem Augenschein

Das blaue Licht der Ambulanz auf dem Platz vor dem Gesundheitszentrum Jura Süd in Niederbipp blinkt unentwegt. Glücklich, wer in solchen, auch immer ein wenig gespenstisch wirkenden Szenerien nicht als Leidtragender die «Hauptrolle» spielen muss, sondern sie als Aussenstehender betrachten kann.

So hörte man da und dort, dass man – trotz grosser Hitze – die Gelegenheit gerne wahrgenommen habe, den Akteuren des Gesundheitszentrums einmal über die Schultern zu schauen. Gut 800 waren es bis am Schluss, Gemeindepräsidenten und -räte, Behördenvertreter, und vor allem ältere Personen. Für das Jungvolk, meist im Schlepptau der Eltern, endete die Exkursion beim Glacestand oder bei der netten Dame beim Empfang, die Quietsch-Enten im Ärzte-Look verteilte.

Gefragtes Wundambulatorium

Das Herzstück des Zentrums bilden die von der Spitalregion Oberaargau (SRO) AG angebotenen Bereiche wie die Hausarztpraxis, das Wundambulatorium, die verschiedenen ärztlichen Spezialsprechstunden, die psychiatrische Kriseninterventionsstation oder die Physio- und Ergotherapie. In erfreulicher Weise sei die Zahl der zusätzlichen Angebote und Leistungserbringer angewachsen, sagte der stellvertretende SRO-Direktor Dieter Widmer. Ist die Traditionelle Chinesische Medizin seit Beginn dabei, kamen in der letzten Zeit eine Dentalhygienepraxis und eine Sprechstunde für Körper- und Atemtherapie als weitere Partner hinzu.

Neue Zahnarztpraxis

Das neuste Glied in der Kette ist eine neue Zahnarztpraxis, die heute Montag ihren Betrieb aufnimmt.

Bei vielen Senioren fand das Wundambulatorium von Wundmanagerin Eileen Fritz grosses Interesse. Hier werden ausschliesslich «Problemwunden» behandelt, denen Stoffwechselerkrankungen oder Durchblutungsstörungen zugrunde liegen. Leiden, ob offene Beine oder Diabetes, von denen ältere Menschen öfters betroffen sind. Sobald als möglich wird daher bei Bedarf die Spitex-Pflege in die Behandlung mit einbezogen. Hilfreich ist oft ein Besuch bei der Ernährungsberatung, der nicht zwingend trostlos enden muss. Am Samstag gab es am Infostand sogar recht schmackhaften Schokoladenkuchen.

Selbst ein «Pflegefall» ist die von der Dahlia Oberaargau AG betriebene Langzeitpflegeeinrichtung im ehemaligen alten Spital. Engagiertes Personal in orangefarbenen T-Shirts kümmert sich herzlich und kompetent um die ihnen angetrauten Pensionäre. Die Zimmer sind aber mehr als trist. Da nützen auch Fernseher, Anker-Lithografien und der Bibelvers an der Wand wenig. Für Abhilfe sei aber gesorgt. Nach dem Auszug der Kriseninterventionsstation aus dem Zentrum gibt es dort Platz. Und wer – auch als rüstiger Senior – zum Wohl der Heimbewohner beitragen will, ist als ehrenamtlicher Helfer willkommen.

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