Die schwache Leistung mit 78 Schlägen (7 über Par) aus der ersten Runde erwies sich für den 15-fachen Majorturnier-Sieger als zu schwere Hypothek. Im zweiten Umgang war er recht gut unterwegs, zeitweise bei 3 Schlägen unter Par, bevor er auf den letzten zwei Löchern je einen Schlagverlust hinnehmen musste. In die Nähe eines Platzes in den zwei Finalrunden vom Wochenende kam er nie.

Nach dem triumphalen Sieg am US Masters im April konnte der 43-jährige Übergolfer an den weiteren Turnieren auf Grand-Slam-Stufe nicht dominant auftreten. Am US Open wurde er 21., an der US PGA Championship wie jetzt am British Open scheiterte er am Cut. Er wird sich überlegen, ob er im Restpensum der Saison und 2020 nicht in einen höheren Wettkampfrhythmus wechseln sollte. Seit dem April hat er nur gerade vier Turniere bestritten, das British Open eingerechnet.

Auch McIlroy gescheitert - trotz tollem Kampf

Für den nordirischen Star Rory McIlroy brachte das erste Majorturnier in seinem Heimatland seit 68 Jahren eine herbe Enttäuschung. Der British-Open-Sieger von 2014 und insgesamt vierfache Majorturnier-Gewinner hatte in der Auftaktrunde sogar noch einen Schlag schlechter abgeschnitten als Woods. Im zweiten Umgang zeigte McIlroy einen bewundernswerten Kampf, dank dem er sehr nahe an den Cut herankam. Aber zuletzt nützte ihm die formidable 65er-Runde (6 unter Par) nichts. Er totalisierte einen Schlag zu viel.

An der Spitze ist nach der Hälfte des Pensums ein Gedränge im Gang. Der Amerikaner J.B. Holmes und der Ire Shane Lowry liegen mit je 8 unter Par voran. Nach dem Ausscheiden von Woods und McIlroy ist Brooks Koepka der erste Anwärter auf den Sieg am ältesten Golfturnier. Der 29-jährige Floridaner, Sieger von vier der letzten neun Turniere auf Grand-Slam-Stufe, ist weiterhin ein einer vorzüglichen Position. Sein Rückstand auf das Spitzenduo beträgt lediglich drei Schläge.