Nach den mehrheitlich guten und überzeugenden Ergebnissen seit dem Comeback im Januar nährte Tiger Woods Hoffnungen, er könnte erstmals seit zehn Jahren wieder ein Majorturnier gewinnen. Es wäre der 15. grosse Titel für den Übergolfer gewesen. Am US Open in Shinnecock Hills bei New York war der 42-Jährige jedoch von Beginn an weit davon entfernt.

Woods' schwaches Ergebnis von zehn Schlägen über Par muss aber relativiert werden, weil der Par-70-Platz auf Long Island für alle Profis unerhört schwierig zu spielen ist. Am Schluss des Turniers, nach vier Runden, dürften auch die Besten den Platzstandard unterbieten. Ein Siegesergebnis über Par scheint wahrscheinlich zu sein.

Woods absolvierte die ersten zwei Runden zusammen mit seinem Landsmann Dustin Johnson, der Nummer 1 der Weltrangliste. Johnson zeigte eine ungewöhnliche gute Leistung. Als er die zweite Runde absolviert hatte, lag er mit dem Zwischenergebnis von vier Schlägen unter Par deutlich in Führung. Nach seinem klaren Sieg von letzter Woche in Memphis ist er weiter in einer beneidenswerten Form. Er ist reif für den zweiten Majortitel. Vor zwei Jahren hatte er ebenfalls am US Open triumphiert.