Leichtathletik

Stabhochspringerin mit bester Schweizer Leistung in Luzern

Nicole Büchler in Aktion

Nicole Büchler in Aktion

Die Stabspringerin Nicole Büchler verpasste beim EAA-Meeting «Spitzenleichtathletik Luzern» als Zweite nur knapp den Sieg und sorgte damit für das Highlight aus Schweizer Sicht.

Nicole Büchler verpasste zwar mit den im zweiten Versuch übersprungenen 4,45 m ihren am vergangenen Freitag an der Universiade in Belgrad aufgestellten nationalen Rekord um fünf Zentimeter -- bei 4,55 m riss sie dreimal klar. Weil die 25-jährige Bernerin mit dieser Höhe jedoch die A-Limite für die WM in Berlin (15. bis 23. August) schaffte, zum dritten Mal in diesem Jahr, strich sie eine Prämie von 3000 Franken für das Erreichen des A-Werts ein. Die 3000 Franken Prämie für die B-Limite musste sie mit dem Berner 200-m-Läufer Marc Schneeberger (4.) teilen, der mit 20,75 exakt den B-Wert erreichte. Marco Cribari wurde im gleichen Rennen Sechster (21,08). Beide hatten das WM-Ticket schon in der Tasche gehabt.

Enttäuschend war der Auftritt des Diskuswerfers Daniel Schaerer. Der schweizerisch-amerikanische Doppelbürger, der sich erstmals für die Welttitelkämpfe qualifiziert hat, blieb mit 56,91 deutlich unter seiner Bestleistung (63,55) und musste als Zehnter und Letzter seine Sachen bereits nach drei Versuchen zusammenpacken.

Drei internationale Top-Leistungen

Der estnische Diskuswerfer Gerd Kanter wurde seiner Rolle als Topstar des Meetings mehr oder weniger gerecht. Der 30-jährige Olympiasieger und Weltmeister feierte mit 67,42seinen 25. Sieg in Serie. Im Kampf um den Diamanten im Wert von 25 000 Franken für die wertvollste Leistung des Abends musste er sich um einen Punkt Ryan Brathwaite geschlagen geben. Der 21-Jährige aus Barbados stellte mit 13,23 über 110 m Hürden einen Landesrekord auf und nimmt nun in der Jahresweltbestenliste Rang 8 ein.

Auch die Leistung von Weitspringerin Hyleas Fountain ist hervorzuheben. Die 28-jährige Amerikanerin, Olympia-Zweite im Siebenkampf, kam auf eine Weite von 6,89 m --erst sechs Athletinnen waren in diesem Jahr besser. Die 10,03 des Amerikaners Ivory Williams im 100-m-Rennen der Männer können sich ebenfalls sehen lassen.

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