Turnen

Schweizerinnen qualifizieren sich für fünf Finals

Giulia Steingruber in Aktion

Giulia Steingruber in Aktion

Ariella Kaeslin und Giulia Steingruber haben an den Europameisterschaften in Berlin eine überzeugende Qualifikation gezeigt und sich als 9. und 10. für den Mehrkampf-Final am Freitag qualifiziert.

Zudem erreichten beide auch den Sprung-Final vom Samstag sowie Kaeslin auch erstmals den Final am Schwebebalken am Sonntag.

In der Qualifikation stand die Teamleaderin aber etwas im Schatten der erst 17-jährigen Giulia Steingruber, die mit Platz 1 in der Sprung-Qualifikation Kaeslin die Show stahl. Die St. Gallerin bot an ihrem Paradegerät eine fantastische Leistung und erhielt für ihren nahezu perfekt geturnten "Tschussowitina" im ersten Versuch 15,175 Punkte. Und da Steingruber auch den Tsukahara mit ganzer Drehung sicher zum Stand brachte, liess Steingruber an diesem Gerät auch Stars wie die Rumänin Sandra Izbasa und Aliya Mustafina (Russ), die alles überragende Athletin des ersten Wettkampftages in der Max-Schmeling-Halle, hinter sich.

Kaeslin ging gesundheitlich angeschlagen in den Wettkampf, nachdem sich bei ihr am Tag vor dem Wettkampf leichte Grippesymptome bemerkbar gemacht hatten. Am Boden schlichen sich bei der 23-jährigen Luzernerin ungewohnt viele Fehler ein. Mit 12,475 Punkten lieferte die Teamleaderin das schlechteste Resultat aller Schweizerinnen an diesem Gerät ab. Danach steigerte sie sich aber dank ihrer Erfahrung und ihrer mentalen Stärke aber merklich.

Am Sprung spielte sie ihre ganze Routine aus. Nach einem zwar nicht perfekt geglückten "Tschussowitina" ging sie beim zweiten Sprung kein Risiko ein und sicherte sich mit Rang 4 mühelos den Platz im Sprung-Final. Zum siebten Mal in Folge wird die dreifache "Schweizer Sportlerin des Jahres" damit am Samstag in ihrer Paradedisziplin an einem Grosswettkampf um die Medaillen kämpfen. Und als Belohnung für ihren Kampfgeist erreichte sich zum Abschluss auch an ihrem "Zittergerät" Schwebebalken erstmals den Final der Top 8.

Nicht in die Nähe der Finalplätze kamen Jessica Diacci und Linda Stämpfli, die in der ersten Gruppe am Vormittag eingeteilt waren. Zwar kamen beide nicht ohne Probleme durch ihr jeweiliges Programm, einen Sturz konnten sie - teilweise in extremis - aber vermeiden. Erste Anwärterin auf Mehrkampf-Gold ist Aliya Mustafina. Die 16-jährige Russin aus Moskau wurde zumindest in der Qualifikation ihrer Favoritenrolle gerecht und gewann diese mit 59,750 Punkten überlegen und dies ohne ihr ganzes Können zeigen zu müssen. Mit 15,600 Punkten am Stufenbarren lieferte sie auch den Tages-Bestwert an einem Einzelgerät.

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