Rudern

Rol/Merz müssen um Olympia-Quotenplatz zittern

Frédérique Rol (vorne) und Patricia Merz kamen im Halbfinal nicht gewünscht auf Touren

Frédérique Rol (vorne) und Patricia Merz kamen im Halbfinal nicht gewünscht auf Touren

Frédérique Rol/Patricia Merz verpassen an der WM in Linz-Ottensheim im leichten Doppelzweier den Einzug in den A-Final und vergeben damit die erste Chance auf einen Olympia-Quotenplatz.

Rol/Merz belegten im Halbfinal den 4. Rang. Zum geforderten 3. Platz, den die Französinnen belegten, fehlten 1,43 Sekunden. Dennoch hielt sich die Enttäuschung bei den Schweizerinnen in Grenzen, hatten sie sich doch nichts vorzuwerfen. "Wir zeigten ein gutes Rennen, konnten das umsetzen, was wir uns nach dem Viertelfinal vorgenommen hatten", sagte Merz. "Drei Boote waren heute einfach besser. Das akzeptieren wir."

An den Weltmeisterschaften vor einem Jahr waren Rol/Merz Vierte geworden. Diesmal ist das Niveau jedoch einiges höher, da alle am Start sind. Am Samstag erhalten die Schweizerinnen im B-Final eine zweite Chance, den Olympia-Quotenplatz zu holen. Allerdings müssen sie dafür den 1. Platz belegen. "Klar ist es schwierig", so Merz. "Aber dieser Gedanke macht dich nicht schneller. Wenn wir nun nochmals ein Schritt vorwärts machen, was bislang immer gelang, dann kann es klappen."

Vierer-ohne: Risiko nicht belohnt

Chancenlos im Halbfinal war der Schweizer Vierer ohne Steuermann. Joel Schürch, Augustin Maillefer, Paul Jacquot und Markus Kessler belegten abgeschlagen den sechsten und letzten Rang. Bis zur Streckenhälfte (5.) konnte das Quartett noch einigermassen mithalten, 500 m vor dem Ziel betrug der Rückstand auf Platz 3 aber bereits 6,24 Sekunden. Es sei gut möglich, dass sie zu viel gewollt hätten, sagte Kessler. So war der Plan, früh im Rennen vorne dabei zu sein. Als das nicht gelang, funktionierte der Übergang in den Streckenschlag nicht wie gewünscht. Im B-Final muss das Quartett mindestens Zweiter werden, um das Olympia-Ticket zu lösen, was gemäss Kessler "absolut realistisch ist".

Auch Jan Schäuble schaffte im nicht-olympischen Leichtgewichts-Einer den Sprung in den A-Final nicht. Der 19-jährige Nidwaldner klassierte sich im Halbfinal im 5. Rang. Allerdings war für ihn bereits der Sprung in die Top 12 ein Erfolg. "Das Rennen war brutal schnell", sagte Schäuble. Zudem sei er nicht ganz sauber gerudert.

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