Schwimmen

Positive Schweizer Bilanz: Mamié wie Ugolkova in drei EM-Finals

Die Zürcher Brustschwimmerin Lisa Mamié im EM-Pool in Glasgow

Die Zürcher Brustschwimmerin Lisa Mamié im EM-Pool in Glasgow

Auch ohne Aushängeschild Jérémy Desplanches (Konzentration auf Olympia) gewinnt die Schweiz an den Kurzbahn-Europameisterschaften in Glasgow eine Medaille. Lisa Mamié wird am letzten Tag Sechste.

Der Swiss-Swimming-Leistungssportchef Markus Buck bezeichnete Maria Ugolkovas 2. Platz über 200 m Lagen als "sehr schöne Überraschung und hervorragende Leistung". Die 30-Jährige vom SC Uster-Wallisellen, die in 2:06,59 ihren eigenen Schweizer Rekord gleich um 1,81 Sekunden unterbot, hatte sich am Samstag einzig der ungarischen Seriensiegerin Katinka Hosszu geschlagen geben müssen.

Ugolkova, die auch über 100 und 400 m Lagen den Final erreichte, sorgte für die erste Schweizer Medaille seit 2011 an kontinentalen Titelkämpfen im 25-m-Becken - die allerdings in einer Olympia-Saison nicht einen überaus wichtigen Platz einnehmen. Überzeugende Vorstellungen zeigte in Schottland auch Lisa Mamié, die sich auf allen drei Brust-Strecken in den Top 8 klassierte. Über 100 m fehlten der 21-jährigen Zürcherin am Samstag nur 0,22 Sekunden zu Bronze. Tags darauf schlug Mamié auch über 200 m Brust und wiederum mit Schweizer Rekord als Sechste an.

Auch dank zwölf Landesrekorden und einer starken Bestzeitenquote von fast 50 Prozent durfte Markus Buck die Kurzbahn-EM als "für uns sehr erfolgreiche Meisterschaften" bilanzieren. Nun gelte es, diese Dynamik ins 2020 mitzunehmen und im Mai an den Langbahn-Europameisterschaften in Budapest "ähnlich gute Resultate" zu erreichen.

Mit Abstand stärkste Nation der fünf Wettkampftage in Glasgow war Russland mit 13 Gold-, 5 Silber- und 4 Bronzemedaillen. Einzig Italien (6/7/7) holte ähnlich viele Auszeichnungen. Der Russe Wladimir Morosow war mit sieben Titeln (inklusive Staffeln) der erfolgreichste Schwimmer, die Ungarin Katinka Hosszu siegte viermal.

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