Vor zwei Jahren stieg die Schweiz erstmals in die höchste Liga auf. Der Exploit stand sinnbildlich für die bemerkenswerte Entwicklung, welche die hiesige Leichtathletik dank den Heim-EM 2014 in Zürich genommen hat. Die Schweiz ist bereit aufgestellt und verfügt in Polen mit Mujinga Kambundji, Lea Sprunger oder Julien Wanders über Teamstützen, die zu den Besten Europas zählen.

Die ohnehin schwierige Aufgabe des Ligaerhalts wird primär durch die Modusänderung und weniger durch das Fehlen von Alex Wilson, Kariem Hussein oder Selina Büchel erschwert. Der Kontinentalverband European Athletics hat beschlossen, die Super League neu mit acht Teams zu bestücken. Dies bedeutet, dass in Polen gleich fünf Equipen in die First League absteigen werden.

"Wir freuen uns in erster Linie auf den Vergleich mit Europas Top-Nationen. Gerade für jene, für welche die WM in Doha eine Stufe zu hoch ist, bildet diese Team-EM ein Saisonhöhepunkt", sagte Philipp Bandi, der neue Chef Leistungssport von Swiss Athletics. An dem alle zwei Jahre durchgeführten Wettkampf bilden die Männer und die Frauen zusammen eine Mannschaft. Jede Nation kann pro Disziplin je eine Athletin und einen Athleten stellen. Anhand der Klassierungen werden Rangpunkte verteilt und laufend addiert.

Als Titelverteidiger geht Deutschland ins Rennen. Auch der Gastgeber Polen wird im Kampf um den Sieg mitreden.