Startschwimmer Antonio Djakovic, gefolgt von Nils Liess, Aleksi Schmid und - nach nur wenigen Stunden Schlaf - dem so erfolgreichen Lagenspezialisten Desplanches als Schlussschwimmer bildeten das sehr ausgeglichene Schweizer Quartett. Dieses pulverisierte den Landesrekord regelrecht. In 7:12:08 wurde die seit der WM 2015 bestehende Marke um fast sechs Sekunden unterboten. Diese reichte im Vorlauf unter 22 teilnehmenden Nationen zum 12. Platz. Die Top-12-Staffeln dieser WM erhalten vom Schwimm-Weltverband FINA einen Quotenplatz für die nächsten Sommer in Tokio stattfindenden Olympischen Spiele.

"Ich bin sehr zufrieden mit der Männer-Staffel. Die Jungs haben gefightet und sich die direkte Olympia-Qualifikation verdient", war die Freude auch bei Markus Buck gross. Gleichzeitig betonte der Swiss-Swimming-Leistungssportchef, dass nur "die Staffel nun qualifiziert ist, die Staffelschwimmer stehen noch nicht endgültig fest".

Buck bedauerte bei dieser Gelegenheit auch nochmals die "herbe Niederlage" der Schweizer Frauenstaffel über 4x100 m Crawl, die am ersten WM-Tag weit über dem Schweizer Rekord geblieben war und sich nur im 13. Rang klassiert hatte. "Das tut immer noch weh. Diese Staffel hat ganz klar Potenzial zu mehr. Sie muss es 'nur' ins Wasser bringen", fordert der Deutsche. Eine Chance dafür bleibt noch: die Europameisterschaften im nächsten Mai in Budapest.

Schweizer alle ausgeschieden

Den Vorstoss in die Top 8 verfehlte die Schweizer Männerstaffel allerdings deutlich. Für die WM-Finalteilnahme war eine Zeit von 7:08,45 nötig. Auch die zwei weiteren Schweizerinnen, die am sechsten WM-Tag im Vorlauf im Einsatz standen, schieden aus. Maria Ugolkova wurde in ihrer Nebendisziplin 200 m Rücken 25. Die WM-Neunte über 200 m Lagen schlug dabei mit Landesrekord an. In 2:13,26 unterbot sie die Bestmarke von Martina van Berkel vom April 2017 um acht Hundertstel. Ebenfalls den 25. Platz belegte Sasha Touretski über 50 m Delfin.