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Favoriten ohne Probleme im Viertelfinal

DFB-Cup

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Im Gegensatz zu Dortmund und Stuttgart endete der deutsche Cup für Bayern München, Titelverteidiger Werder Bremen und Schalke nicht bereits im Achtelfinal.

Einen Abend, den sie möglichst schnell aus dem Gedächtnis streichen sollten, erlebten die Schweizer Christoph Spycher und Pirmin Schwegler mit Eintracht Frankfurt. Der "Sahnetag, um Bayern München aus dem Cup zu werfen", wie ihn sich Trainer Michael Skibbe gewünscht hatte, blieb gänzlich aus. Die Frankfurter lagen schon nach 29 Minuten 0:3 zurück und verloren letztlich 0:4. Sie machten sich das Leben mit teils katastrophalen Abwehrfehlern selber schwer. Miroslav Klose (14./19.) und Thomas Müller (29.) waren die dankbaren Abnehmer der Offerten. Beim 0:1 liess sich Captain Spycher von Klose überlaufen.

Der in der Liga auf Rang 3 klassierte Cupholder Bremen blieb mit dem 3:0 gegen Zweitligist Kaiserslautern zum 16. Mal in Folge ungeschlagen, der 28. Einzug in die Runde der letzten acht die logische Folge der totalen Dominanz. Schon vor der Pause machten die zuletzt nicht berücksichtigten Petri Pasanen (28.) und Tim Borowski (39.) mit Kopfballtoren den Unterschied. Beim chancenlosen Kaiserslautern gehörte der Schweizer Daniel Pavlovic noch zu den auffälligeren Figuren.

Von auch finanziell wichtiger Bedeutung war die Viertelfinal-Qualifikation für Schalke. Die "Königsblauen", die offenbar wesentlich mehr verschuldet sind als mit den offiziell bekannten 136,5 Millionen Euro, können die Zusatzeinnahmen brauchen. Durch den 3:0-Auswärtssieg gegen 1860 München kommen mindestens 1,5 Millionen in die leere Schalker Kasse. Zu verdanken hat dies das Team von Felix Magath seinen Verteidigern. U21-Europameister Benedikt Höwedes erzielte die letzten beiden Treffer, das 1:0 ging auf das Konto des Brasilianers Rafinha.

Auch der dritte Vergleich des zweiten Achtelfinal-Abends zwischen 1. und 2. Bundesliga endete mit einem Favoritensieg. Hoffenheim hatte mit Koblenz (Trainer Uwe Rapolder) eine Halbzeit lang etwas Mühe, zwischen der 50. und 71. Minute zog das Team von Ralf Rangnick aber auf 3:0 davon. Den Schlusspunkt setzte Marvin Compper mit dem vierten Treffer des Erstligisten, der zum dritten Mal in seiner Vereinsgeschichte im Viertelfinal steht.

Kurztelegramme.

Werder Bremen - Kaiserslautern 3:0 (2:0). - Tore: 28. Pasanen 1:0. 39. Borowski 2:0. 76. Oehrl 3:0. -- Bemerkung: Kaiserslautern mit Pavlovic.

1860 München - Schalke 0:3 (0:1). - Tore: 41. Rafinha 0:1. 48. Höwedes 0:2. 81. Höwedes 0:3.

Eintracht Frankfurt - Bayern München 0:4 (0:3). - Tore: 14. Klose 0:1. 19. Klose 0:2. 29. Müller 0:3. 52. Toni 0:4. - Frankfurt mit Spycher und Schwegler.

Hoffenheim - Koblenz 4:0 (0:0). - Tore: 50. Salihovic 1:0. 67. Ibisevic 2:0. 71. Maicosuel 3:0. 90. Compper 4:0.

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