Unihockey

Ein Turnier für die Psychohygiene der Spieler von Wiler-Ersigen

Ein Quartett des in den Playoff früh gescheiterten SV Wiler-Ersigen war mit der Nationalmannschaft für das Vierländerturnier in Lausanne im Einsatz. Die Schweiz belegte schlussendlich den dritten Rang.

Vier Akteure des entthronten Schweizer Meisters Wiler-Ersigen spielten mit der Nationalmannschaft am Vierländerturnier in Lausanne. Nicola Bischofberger, Matthias Hofbauer Lukas Meister sowie Nati-Neuling Nicolas Wolf konnten so den Frust aus der missglückten Meisterschaft zumindest ein wenig abbauen. Neues gibts derweil vom früheren SVWE-Trainer Johan Schönbeck zu vermelden. Und: Diese Woche weiss man, wie es im Wiler NLA-Team weitergeht.

Playoff-Aus im Viertelfinal für Wiler-Ersigen

Nach dem Aufstieg in die Nationalliga A im Frühling 1997 entwickelte sich der SV Wiler-Ersigen schnell zu einem der beständigsten Schweizer Vereine. 2004 kam der erste Titelgewinn, vor einem Jahr folgte der zehnte. Im vergangenen Frühling war jedoch alles anders, bereits der Viertelfinal bedeutete Endstation. Der Qualifikations-Zweite verlor die enge Serie gegen den Siebten der Regular Season, Alligator Malans, mit 3:4 Siegen.

So sind die erfolgsverwöhnten Solothurner diesmal höchstens Zaungäste, wenn am kommenden Samstag, 30. April, in Kloten der neue Meister im Superfinal ermittelt wird. GC und Köniz werden sich im TV-Spiel messen. Nur gut, dass es da noch die Schweizer Nationalmannschaft gibt. Mit dieser spielten die vier Wiler-Akteure Wolf, Bischofberger, Matthias Hofbauer und Meister die vergangenen drei Tage an der Euro Floorball Tour (EFT) in Lausanne. Dies mit einigem Erfolg. Sowohl gegen Finnland (4:5) als auch gegen Schweden (3:4) lag aufgrund des Spielverlaufs mehr drin als eine Niederlage im Penaltyschiessen. Zum Abschluss folgte am Sonntag ein 8:6-Sieg gegen Tschechien. In der Endabrechnung belegten die Schweizer Rang 3.

Hofbauers Freude nach dem Frust

Nach dem heroischen Kampf gegen Schweden vor ausverkauftem Haus ärgerte sich Nati-Captain Matthias Hofbauer nicht lange über den vergebenen Sieg. Er strich das Erfreuliche heraus: «Es wächst in unserem Team etwa ganz Gutes heran. Wir haben hungrige Junge und wir haben routinierte, ältere Spieler. Es freut mich für das Projekt, das wir gestartet haben.» Auf die Frage, ob er im Kreise der Nationalmannschaft den Frust über die missglückte Titelverteidigung mit Wiler-Ersigen abbauen könne, schmunzelte Hofbauer nur: «Wissen Sie, sooo schlecht waren wir ja auch wieder nicht. Die Serie gegen Malans war extrem eng. Aber, klar, es tut gut, einmal andere Köpfe zu sehen.» Apropos Wiler-Ersigen: Laut Hofbauer wird diese Woche die Mannschaft über das weitere Vorgehen informiert (Stichworte: Trainer, Ausländer), am 17. Mai folgt der offizielle Trainingsstart für die Saison 2016/17.    

Ein interessierter Beobachter in Lausanne war Johan Schönbeck, Wiler-Ersigens Meistertrainer der Jahre 2013 und 2014. «Danke, es geht mir ausgezeichnet», schmunzelte er im VIP-Bereich bei einem Bierchen. Die vergangene Saison erreichte Schönbeck mit den Växjö Vipers in der schwedischen Superligan Rang 4, in den Playoffs war in der ersten Runde Endstation. Künftig wird sich Schönbeck von der Bande zurückziehen und als Sportchef fungieren.   

Die «Teilzeitler» aus Köniz und Zürich

Etwas kurios mutete die Tatsache an, dass die beiden Superfinalisten ihre Spieler nur einen Tag nach Lausanne schickten. Die drei Köniz-Akteure spielten am Freitag gegen Finnland, die sechs GC-Spieler am Samstag gegen Schweden. Nationaltrainer David Jansson: «Das ist ideal. So kann ich einerseits die bestandenen Nationalspieler einsetzen, andererseits auch interessanten jungen Leuten eine Einsatzchance gewähren.» Mal schauen, inwiefern sich das Lausanner Vierländerturnier auf die künftigen Aufgebote auswirkt.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1