«Dieser Anlass ist weltweit einmalig»

Zum Abschluss der Schweizer Meisterschaften im Luftsport fand am Flughafen Grenchen eine gemeinsame Siegerehrung statt. Nach der Übergabe der Preise gab es Flugvorführungen in den einzelnen Disziplinen.

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«Dieser Anlass ist weltweit einmalig»

«Dieser Anlass ist weltweit einmalig»

Solothurner Zeitung

Debora Scherrer

Es war eine aufregende Zeit für die Teilnehmer der Luftsportmeisterschaften. An verschiedenen Flughäfen wurden die Sieger in den jeweiligen Kategorien ermittelt. Am Sonntagnachmittag trafen sie sich nun, um zusammen die Gewinner zu ehren. Das sei das erste Mal seit der Entstehung des Schweizer Luftsports, meint Beat Neuenschwander, Zentralpräsident des AeroClubs Schweiz (AeCS).

Der Club feiert dieses Jahr sein 100- jähriges Bestehen. Einen solchen Anlass gebe sonst nirgends auf der Welt. Die Synergien sollen genutzt und als ein Zeichen des Zusammenhalts gewertet werden. Neuenschwander lobte die Disziplin, Konzentration und Ausdauer, welche die Teilnehmer erbringen. Es brauche Selbstvertrauen und Teamgeist, um mit der «dritten Dimension» und den Wetterbedingungen zusammenzuarbeiten.

Von Zusammenhalt sprach auch alt Bundesrat Samuel Schmid. Ihm habe es gefallen, wie man in diesen Meisterschaften zusammengestanden sei. Er wünscht sich für die Zukunft noch mehr solcher Schulterschlüsse, besonders für die Politik. Es sei in der Zukunft wichtig, dass kleine Zänkeleien beiseite gelegt werden und man sich auf das Wesentliche konzentriert. Schmid ist fasziniert von der Fliegerei und davon, wie die Gesetze der Natur scheinbar überlistet werden.

Fehler werden konsequent und definitiv gestraft. Schmid zitiert einen Freund, der sagt: «Wenn die Politik nach den Regeln der Fliegerei funktionieren müsste, wäre die Halbwertszeit der Politiker um einiges kürzer.» Von der Faszination der Fliegerei sprachen auch die übrigen Redner. So ist es für Boris Banga ein Traum, wie ein Adler in die Lüfte zu steigen. Sein Herz schlägt zudem für den Grenchner Flughafen, dem viertgrössten der Schweiz.

Grenchen als Musterbeispiel

Für Pierre Portmann, Präsident des Internationalen Flugsportverbands, war es eine grosse Ehre und Freude, die 100 Jahre Luftsport hier in Grenchen zu feiern. Für ihn ist der Flughafen Grenchen ein Musterbeispiel dafür, wie es gemacht werden soll. Vor 100 Jahren habe sich noch niemand vorstellen können, welche Entwicklung der Luftsport haben werde. Jörg Schild, Präsident von Swiss Olympic, richtete sein Augenmerk auf die Pioniere der Fliegerei. Durch ihre Entschlossenheit, etwas zu erreichen, sind sie für ihn Vorbilder. Er gratulierte den Gewinnern zu ihrer ausserordentlichen Leistung.

Um die Siegerehrung gebührend abzuschliessen, gab es eine Flugvorführung. Den Auftakt machte die silberne Douglas-DC- 3-Maschine. Das 1943 gebaute Flugzeug stammt aus der goldenen Zeit der Propellermaschinen. Nach Modellflug- und Motorflugakrobatiknummern gab es eine Vorführung im Helikopterpräzisionsfliegen.

Die anschliessende Show der Fallschirmspringer zeigte, wie genau sie den Zielpunkt am Boden treffen können. Der Überflug des Breitling Jet Teams, der grössten privaten Kunstflugstaffel, war als Abschluss gedacht. Nach den grandiosen Air-Display-Vorführungen am Vortag, war der blosse Überflug eine leichte Enttäuschung. Das Fazit des Organisationskomitees war trotzdem: «Super Wetter, gute Stimmung und erstklassige Gewinner.»

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