Beide nationalen Meistertitel im Mehrkampf gingen an Aktive aus dem Kanton St. Gallen. Im Fall der Frauen entsprach das den Erwartungen, in jenem der Männer einer Überraschung. Topfavorit Claudio Capelli hatte am Sprung das Brett nicht getroffen. Statt einen Überschlag mit Doppelsalto machte der Berner nur einen einfachen Überschlag, was ihn 3,6 Punkte kostete.

Als Vierter büsste Capelli dennoch nur 1,7 Punkte auf Sieger Pablo Brägger ein. So setzte sich Brägger 1,2 Punkte vor dem Aargauer Lukas Fischer und 1,65 Punkte vor dem Zürcher Pascal Bucher durch, die im Gegensatz zu ihm nicht ohne Stürze über die Runden gekommen waren.

Bei den Frauen hat Giulia Steingruber die Nachfolge von Ariella Kaeslin angetreten - zuerst als grösste Hoffnungsträgerin, nun auch als Schweizer Meisterin. Die St. Gallerin schöpfte in Bellinzona noch nicht aus dem Vollen, weil sie sich nach den Sommerferien eine Fussverletzung zugezogen hatte und vier Wochen weder Sprung noch ihr zweitstärkstes Gerät Boden trainieren konnte.