Markus Christen

Die anspruchvollste unter den 17 Springreiterprüfungen wurde am Sonntagmorgen ab 8 Uhr durchgeführt. Mit der Startnummer 7 nahm schon früh Niklaus Rutschi auf Bonheur den Parcours in Angriff. Rutschi hat sich zu Beginn dieses Monats den prestigeträchtigen Sieg beim grossen Jagdspringen am CSIO St. Gallen gesichert. Noch vor seinem Teamkollegen, der Schweizer Springreiterikone Markus Fuchs.

Der erfolgreiche Springer liess auch in Lenzburg nichts anbrennen und entschied das Stechen für sich. Wie Rutschi später erklärte, war der Ritt mit seinem bis vor kurzem noch verletzten Pferd auch eine Möglichkeit, wieder erste Wettkampferfahrungen zu sammeln.

Claudia Zuber, Präsidentin des Organisationskomitees, beschreibt die Pferdesporttage als regionalen Anlass, der aber auch national und international bekannte Sportgrössen an den Start lockt. «Um einen Event in dieser Grössenordnung durchzuführen, braucht es ein riesiges Engagement und grosse Unterstützung durch das gesamte Team», sagte Zuber während des Sponsorenapéros am Sonntag.

Ein Dankeschön an die Stadt

Ein Dankeschön richtete Zuber an die Stadt Lenzburg, welche jeweils die Infrastruktur der Mehrzweckhalle für die Wochenenden zur Verfügung stellt, und an die Anwohner der Schützenmatte, die dem Anlass immer mit Wohlwollen gegenübertreten.

Pferde sind bekanntlich besonders sensible Tiere und durch die Belastung, die das intensive Springreiten mit sich bringt, auch in grösserem Masse verletzungsanfällig. Umso erfreulicher war, dass die Pferdesporttage ohne gravierendere Zwischenfälle und Verletzungen über die Bühne gegangen sind, wie Dieter Frey vom Organisationskomitee bestätigte.

Interessant waren auch die Ausführungen des Parcoursbauers Heiner Fischer zu den Prüfungen. Nachdem die Plätze im Festzelt bis zur zweitletzten Prüfung um 13 Uhr am Sonntagnachmittag beinahe vollständig besetzt waren, gab er einen kleinen Einblick in seine Tätigkeit.

Das progressive Punktespringen verlangt eine Steigerung des Schwierigkeitsgrads vom ersten bis zum achten Hindernis, dementsprechend sind auch mehr Punkte zu ergattern. Gewonnen hat der Reiter mit der höchsten erzielten Punktezahl. Unabhängig vom Ausgang war aber vor allem die Ehrenrunde der besten Springer auf ihren majestätischen Pferden beeindruckend.