Wimbledon

Titelverteidiger Novak Djokovic ringt Roberto Bautista Agut nieder

Novak Djokovic ärgerte sich teilweise über sich selbst und das Publikum, gewann seinen Halbfinal letztlich aber souverän

Novak Djokovic ärgerte sich teilweise über sich selbst und das Publikum, gewann seinen Halbfinal letztlich aber souverän

Der Sieger des Duells zwischen Roger Federer und Rafael Nadal trifft am Sonntag im Wimbledon-Final auf Novak Djokovic. Der Titelverteidiger siegt gegen Roberto Bautista Agut 6:2, 4:6, 6:3, 6:2.

Die Vorentscheidung im ersten Halbfinal fiel Mitte des dritten Durchgangs, als Djokovic seinen Widersacher zum 4:2 breakte und es bei seinem nächsten Aufschlagspiel schaffte, zwei Breakbälle in Folge abzuwehren. Beim zweiten, dem längsten Ballwechsel der Partie, gelang ihm ein herrlicher Winner mit der Rückhand der Linie entlang.

Der zweite Satz hatte gezeigt, dass der Serbe, der seit Beginn des Turniers als Topfavorit auf den Titel gehandelt wird, nicht unantastbar ist. Djokovic offenbarte Schwächen mit der Vorhand, mit der ihm viele einfache Fehler unterliefen. Auch das Verhalten des Publikums schien ihn zu ärgern, begegneten die britischen Zuschauer dem Titelverteidiger doch reserviert. Ihre Sympathien gehörten mehrheitlich dem Aussenseiter.

Bautista Agut, der zu Beginn seiner Premiere in einem Grand-Slam-Final etwas nervös agiert hatte, fand nach dem verlorenen Startsatz sein gewohntes Spiel, bewegte sich schnell auf den Beinen und spielte von der Grundlinie sehr solid. Auch wenn er beim Satzball etwas Glück in Anspruch nehmen musste - sein Netzroller landete im Feld -, war der Satzausgleich des 31-jährigen Spaniers verdient.

Auch zu Beginn des vierten Durchgangs wehrte sich der Spanier, der auf dem Weg in den Final wie Djokovic nur einen Satz abgegeben hatte, nach Kräften. Als dem Serben das zweite Break in Folge zum 4:1 gelang, war die Partie gelaufen. Nach 2:49 Stunden verwertete Djokovic seinen fünften Matchball mit einem Servicewinner.

Für Djokovic ist es der sechste Finaleinzug in Wimbledon. 2011, 2014, 2015 und 2018 gewann er das Turnier an der Church Road, sein einziges Endspiel im Südwesten Londons verlor er 2013 gegen Andy Murray. Am Sonntag spielt der Serbe um seinen 16. Grand-Slam-Titel, den vierten innerhalb des letzten Jahres.

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