Tennis

Kyrgios geht mal eben auf die Toilette, um dort zwei Rackets zu zertrümmern

Kyrgios geht mal eben auf die Toilette, um dort zwei Rackets zu zertrümmern

Trotz Verbot des Schiedsrichters machte sich Kyrgios mit zwei Rackets auf den Weg zur Toilette, nur um diese dort zu zertrümmern und wieder auf den Platz zurückzukehren.

Wutausbruch in Cincinnati: Der Australier Nick Kyrgios hatte sein Temperament wieder einmal überhaupt nicht im Griff.

Das war definitiv nicht der Abend von Nick Kyrgios! Nach seinem Turniersieg in Washington scheitert der australische «Bad Boy» wie schon in Montreal auch in Cincinnati früh.

In der 2. Runde unterliegt die Weltnummer 27 dem Russen Karen Khachanov nach einem harten Fight mit 7:6, 6:7 und 2:6 – und wieder einmal hatte Kyrgios sein Temperament überhaupt nicht im Griff.

Schiedsrichter-Beschimpfungen

Trotz offensichtlichem Problem mit seinem Knöchel gewann der 24-jährige 1,93-Meter-Mann zwar den ersten Satz, doch nach dem neunten Game im zweiten Durchgang begann er sich lautstark über Schiedsrichter Fergus Murphy zu beklagen. «Zweifellos der schlechteste Ref. Jedes Mal, wenn ich spiele, macht er irgendeinen blöden Scheiss», schimpfte Kyrgios.

Der Australier ärgerte sich vor allem darüber, dass Murphy die Shot Clock stets extrem früh startete. «Absoluter Müll ... Schande! Spielt Rafa so schnell?», fragte Kyrgios rhetorisch.

«Lächerlich! Wenn Rafa so schnell spielt, trete ich vom Tennis zurück. Im Ernst. Seine Rituale dauern allein 20 Sekunden. Das ist ein Witz. Ich bin einer der schnellsten Spieler ...», fluchte er vor sich hin.

Die bizarrste Szene des Matchs

Nach dem Verlust des zweiten Durchgangs im Tiebreak folgte dann die bizarrste Szene des Matchs: Trotz Verbot des Schiedsrichters machte sich Kyrgios mit zwei Rackets auf den Weg zur Toilette, nur um diese dort zu zertrümmern und wieder auf den Platz zurückzukehren. Bestraft wurde der Australier für diesen Ausraster aber nicht.

Dennoch war die Konzentration weg. Khachanov hatte im dritten Satz leichtes Spiel, Kyrgios beendete die Partie schliesslich mit einem Doppelfehler und liess seiner Wut erneut freien Lauf. Auf dem Weg vom Netz beschimpfte er den Unparteiischen als «fucking tool», verweigerte diesem den Handschlag und spuckte in der Nähe vom Schiedsrichterstuhl auf den Boden. Schliesslich warf er sein Hab und Gut – inklusive Schuhe – ins Publikum:

Keine Frage: Dem temperamentvollen Star droht mal wieder eine hohe Busse. Weil Kyrgios ein Wiederholungstäter ist, könnte er unmittelbar vor dem US Open gar gesperrt werden.(pre)

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