Die 26-jährige Zürcherin blieb gegen die als Nummer 33 gesetzte Chinesin Zhang Shuai mit 2:6, 1:6 ohne Chance.Die Partie begann für Golubic, die zuvor das einzige Duell gegen Zhang in Wimbledon vor zwei Jahren gewonnen hatte, mit einem Break im ersten Game optimal. Danach fand sie gegen die vier Jahre ältere Chinesin aber kein Mittel mehr. Vor allem bei eigenem Service war die Schweizer Nummer 3 zu harmlos. Nur gerade zwei von sieben Aufschlagspielen konnte sie für sich entscheiden.

Am Ende wehrte sie zwar noch drei Matchbälle ab, nach einem Returnfehler war die Niederlage nach nur 64 Minuten aber besiegelt. Das US Open bleibt für die Zürcherin ein Buch mit sieben Siegeln. Sie hat auch nach drei Anläufen in Flushing Meadows noch nie ein Spiel im Hauptfeld gewonnen. "Es ist wie verhext", stellte sie fest. Die Bedingungen seien ideal gewesen, und es gebe keinen logischen Grund, warum es hier nicht läuft. Nach einer erfolgreichen Rasensaison mit dem erstmaligen Erreichen der 3. Runde in Wimbledon, kam Golubic während des ganzen nordamerikanischen Sommer nie richtig auf Touren. Im Training laufe es ihr aber gut, versicherte sie.

Bacsinszky unzufrieden

Auch bei Bacsinszky lief es nicht besser. Im ersten Satz hielt die 30-jährige Waadtländerin gegen die 13 Jahre jüngere Amerikanerin Caty McNally bis zum 4:4 mit, dann gewann sie bis zum Ende nach 70 Minuten nur noch ein Game. McNally, erst die Nummer 121 der Welt, profitierte bei ihrem US-Open-Debüt von einer Wildcard.

Ganz überraschend kam die Niederlage für Bacsinszky nicht. Nach dem Turnier in Lausanne konnte sie nur eingeschränkt trainieren und reiste ohne Vorbereitungsturnier auf Hartplatz nach New York. Dennoch zeigte sie sich frustriert, weil das "nicht das Niveau ist, das ich von mir erwarte". Seit der Operation am Handgelenk vor zwei Jahren fand die ehemalige Nummer 9 der Welt nie mehr zur alten Konstanz und Stärke zurück.

Dennoch hat sie noch nicht genug vom Tennis. Bacsinszky zeigte sich überzeugt, dass es sich lohnt, nochmals alles zu versuchen. "Ich bin eine Person mit sehr extremen Emotionen. Wenn es schlecht ist, ist es sehr schlecht. Wenn es gut ist, erlebe ich extreme Hochgefühle", erklärte sie. Solche möchte sie im Tennis noch einmal erleben.