Vier von fünf Vorrundenspielen in der NLA-Interclubmeisterschaft sind durch und die Tabelle sieht aus Solothurner Sicht alles andere als erfreulich aus. Die ersten vier Ränge bekleiden die Zürcher Teams von Seeblick und GC, gefolgt von den Westschweizer Vertretern aus Genf und Neuenburg. Am Ende der Rangliste finden sich Froburg Trimbach und Schützenmatt Solothurn wieder. Für die beiden Vertreter aus dem Kanton Solothurn geht es nun im Derby von morgen Dienstag (12 Uhr, Trimbach) darum, irgendwie den Ligaerhalt zu schaffen. Für die Trimbacher ist – wenn die Konkurrenz mitspielt – die Finalrundenqualifikation noch möglich, für Solothurn wird dagegen bereits der Ligaerhalt ein schwieriges Unterfangen.

Die Aufsteiger hatten sich in den ersten beiden Runden gegen Seeblick und Genf achtbar geschlagen und sieben Zähler geholt. Im kapitalen Heimspiel gegen das vermeintlich schwächste Team Neuenburg am Samstag haben die Solothurner allerdings eine ärgerliche 4:5-Niederlage kassiert. Besonders unglücklich: Die Mannschaft von Captain Yves Derendinger verlor das entscheidende Doppel im Champions Tie Break. «Diese Niederlage war wirklich bitter. Wir hatten im Champions Tie Break sogar noch kurzzeitig geführt, aber es hat nicht gereicht», so Derendinger.

Führung verspielt

Gestern kam es für die Solothurner gar noch schlimmer. Gegen GC setzte es eine 1:8-Kanterniederlage ab. Die Zürcher, die ausgerechnet gegen Schützenmatt erstmals überhaupt in Bestbesetzung antraten, waren schlicht eine Nummer zu gross. «Als wir die Aufstellung gesehen haben von GC, war für uns klar, dass es auf jeder einzelnen Position extrem schwierig werden würde, Punkte zu holen», so Derendinger.

Nicht nur Schützenmatt verlor am Wochenende zweimal, sondern auch Froburg Trimbach. Die Trimbacher unterlagen sowohl Seeblick ZH, als auch Schweizer Meister Genf mit 3:6. Und dabei hatte es in der gestrigen Begegnung gegen Genf lange so ausgesehen, als ob endlich der Knoten platzen würde. Nach den ersten drei Einzelpartien führten die Trimbacher 3:0 und in der zweiten Einzelrunde konnten sie in zwei von drei Partien den ersten Satz gewinnen. Doch dann drehte das Spielgeschehen komplett.

Der TC Froburg Trimbach hat es nicht einfach. Baranzini/Archiv

Der TC Froburg Trimbach hat es nicht einfach. Baranzini/Archiv

Die Genfer gewannen die drei Einzelspiele und danach gleich auch noch alle drei Doppelpartien. «Die Saison ist bislang überhaupt nicht so verlaufen, wie wir uns das erhofft hatten», so Klubpräsident Marco Meyer. «Wir haben schlicht zu viele Partien im Champions Tie Break verloren und auch in den Doppelspielen konnten wir noch nicht ganz überzeugen.»

Trimbach ohne Marti

Auch wenn die Teilnahme an der Finalrunde für die Trimbacher mit einem Sieg im abschliessenden Derby gegen Schützenmatt Solothurn noch immer möglich ist, setzen sich die Verantwortlichen nun den Ligaerhalt zum Ziel. «Seit klar ist, dass unsere Nummer drei Yann Marti nicht mehr spielen kann, hat sich unsere Zielsetzung geändert. Wir setzen nun alles daran, den Ligaerhalt zu schaffen. Und auch das wird ein äusserst harter Kampf gegen Schützenmatt Solothurn, das alle Energien freisetzen wird, um uns zu schlagen», so Meyer.

Einen 6:3-Sieg brauchen die Solothurner im Derby gegen Trimbach. Mit diesem Resultat können sie den Ligaerhalt aus eigener Kraft noch schaffen. «Dafür brauchen wir ein kleines Wunder, aber im Tennis ist alles möglich. Wir sind noch am Leben und werden alles versuchen, um diese sechs Punkte zu holen», so Derendinger. Für Spannung ist im Solothurner NLA-Derby also definitiv gesorgt. Und wenn alles optimal läuft, ist es gar möglich, dass beide Solothurner Vertreter den Ligaerhalt schaffen. Dafür ist aber die Mithilfe der Konkurrenz notwendig.